Deutscher Kitsch: Diese Mischung aus paradiesischer Sehnsucht, triefender Sentimentalität, verschrobenem Denken und schlechtem Geschmack.

Eine geniale Definition! Von Markus Vahlefeld zwar in erster Linie auf Margot Käßman bezogen, trifft sie doch auf die gesammte gutmenschlich-gutbürgerliche Klasse zu. – TB

Heilige Umnachtung: Das Käßmann-Phänomen

von Markus Vahlefeld auf der Achse des Guten

Vor wenigen Tagen lief im Deutschlandfunk ein Interview mit Margot Käßmann, und einige ihrer Aussagen waren, höflich ausgedrückt, interessant. Sie behauptete, dass niemand ein Recht aufs Weihnachtsfest im großen Familienkreis habe und dass „Maria und Josef in der Ursprungsgeschichte auch nicht in einem großen Familienkreis zusammen“ kamen. Wer es nicht glaubt, kann es hier nachhören.

Wie unschwer zu erraten, hat die gute Margot all dies ernst gemeint, um den momentanen Überbietungswettbewerb an politischen Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie zu affirmieren. Damit steht sie bekanntlich in guter Tradition der protestantischen Kirche, die sich immer schon als religiöser Arm des politischen Zeitgeistes im Großdeutschen Reich verstanden hatte.

Die Bedford-Strohmisierung der protestantischen Kirche hat in den letzten Jahren Scharen von Gläubigen aus der Kirche getrieben. Aber das stört die wohlgenährten Kirchenfunktionäre nicht, denn natürlich wissen sie, dass, wenn die Kirchensteuergelder nicht mehr so üppig fließen, halt der Staat einspringen wird. Sein moralisches Sturmgeschütz würde er niemals ungefüttert lassen und schon gar nicht unter einer Kanzlerin, die selbst einem systemkonformen protestantischen DDR-Pfarrhaus entspringt. 

Die protestantische Kirche war ja zuletzt allein über ihre Millionen, die sie in die Schleppertätigkeit im Mittelmeer investierte, in den Schlagzeilen. Seelsorgerisch-mildernd hat sie auf das regierungsamtliche Corona-Panikorchester zu keinem Zeitpunkt einwirken wollen. Die protestantische Kirche deswegen jedoch als „religiöse Schlepperbande“ zu bezeichnen, verbietet selbstverständlich der Anstand.

Paradiesische Sehnsucht, triefende Sentimentalität 

Nun also die weinselige Margot Käßmann wieder. Dass eine christliche Wanderpredigerin, die immerhin mal Bischöfin war und das höchste protestantische Amt in Deutschland innehatte, den Menschen das Recht aufs selbstbestimmte Weihnachtsfest abspricht, lässt aufmerken. Man darf unterstellen, dass es in China, Nordkorea und dem Iran ähnlich gesehen wird, und dass es dagegen im Interesse der Kirchen läge, zumindest eine klitzekleine Pflicht zum Weihnachtsfest zu konstatieren. Aber weit gefehlt. 

Wir erinnern uns: Ins öffentliche Bewusstsein trat Margot Käßmann gewichtig erst, als sie angedüdelt mit 1,54 Promille des Nachts eine rote Ampel überfuhr, von der Polizei angehalten wurde und daraufhin als EKD-Vorsitzende zurücktrat. Das war 2010. Sie schaffte es immerhin, eine Art moderne Heldengeschichte um sich zu stricken, in der sie sich vom Saulus zum Paulus gewandelt als einsichtig, geläutert und wieder frohen Mutes darstellen konnte. Der Last des anstrengenden Amtes enthoben, habe sie endlich wieder Zeit für Achtsamkeit und die kleinen Dinge im Leben. 

Und seitdem durchzieht ihre Vita diese Achtsamkeit für die kleinen Dinge wie die Perlen den Rosenkranz. Erst will sie mit den Taliban beten, um etwas für den Weltfrieden zu tun, dann Terroristen mit Liebe begegnen, um die Bundeswehr in Afghanistan zu entlasten. Dann wieder verweigert sie sich, mit AfDlern zu beten, geschweige denn ihnen mit Liebe zu begegnen, da dies ganz schädlich für den Weltfrieden und die innere Gestimmtheit der protestantischen Kirche wäre. Zudem lehnt sie, selbst zwei deutschen Eltern und vier deutschen Großeltern entsprungen, diese familiäre Konstellation entschieden ab, da man dann wüsste, „woher der braune Wind wirklich weht“

Das Phänomen Margot Käßmann ist neben allen politischen Implikationen ein Phänomen, das man am besten unter „deutschem Kitsch“ zusammenfassen könnte. Es ist diese Mischung aus paradiesischer Sehnsucht, triefender Sentimentalität, verschrobenem Denken und schlechtem Geschmack. Darüber hinaus durchzieht viele Biografien, die sich durch ein Erweckungserlebnis á la Saulus/Paulus auszeichnen, der Hang zu einer esoterischen Vernunft, für die es noch keinen passenden Begriff gibt. Ich erlaube mir, diese Vernunft eine „negative Vernunft“ zu nennen. Sie ist tief ins Christentum eingeschrieben, und Sätze wie „Wer geschlagen wird, soll auch noch die andere Wange hinhalten“, „Die, die einem Böses wollen, soll man lieben“, „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ oder „Wenn du schnell ans Ziel willst, gehe langsam“ sind lupenreine Glaubensbekenntnisse dieser negativen Vernunft. Auf den ersten Blick erscheinen derartige Aussagen als weise und tief, sie gedeihen aber am buntesten und lautesten in einem Umfeld, das sich durch die komplette Weigerung, Verantwortung für die eigenen Ratschläge zu übernehmen, auszeichnet.

Limousinen, Panzerglas und Bodyguards

Als psychiatrische Auffälligkeit ist die negative Vernunft in unserer christlich tingierten Kultur die Sehnsucht, zu einem Urchristentum zurückzukehren, dessen Vertreter bekanntlich in Höhlen lebten und ein reines Leben führten. Dass diese Sehnsucht meist bei den Vertretern der herrschenden Zeitgeistklasse in Deutschland gepflegt wird, ist an Ironie nicht zu überbieten. Limousinen, Panzerglas und Bodyguards sind fast so etwas wie die Voraussetzung, um dieser Sehnsucht anheim zu fallen.

Ob im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, bei den Grünen oder neuerdings auch bei der CSU: Für den, der sich in die Komfortzone der staatlichen Alimentierung begeben hat, ist die negative Vernunft die letzte sichere Bastion, um seine eigenen Pfründen gegen die Interessen der Zahlenden abzusichern. Eine „Kultur des Weniger“, wie sie von Frau Göring-Eckardt gepredigt wird, fasst ja nur zusammen, was die seit Jahren gepflegte politische Richtung ist: „Wir müssen uns schaden, um zu wachsen“. Das ist der Mustertext aller momentanen politischen Akteure und negative Vernunft par excellence.

Margot Käßmann ist für den deutschen Zeitgeist ein nicht ganz unerheblicher Baustein dieser propagierten Sehnsucht nach dem Reinen, Kleinen und Guten. Sie bedient den deutschen Kitsch, der sich vor 100 Jahren mit „Hirsch vor Bergpanorama“ manifestierte und inzwischen durch „Flüchtling mit gefundener Geldbörse“ abgelöst wurde. In dieser Welt ist Jesus zu einer Art freundlichem Gartenzwerg mutiert, mit dessen hochaggressivem Rauswurf der Geldwechsler aus dem Tempel man so recht nichts anzufangen weiß. Ohne die neuesten theologischen Diskussionen zu kennen, unterstelle ich, dass man Jesus Christus dieses rabiate Vorgehen inzwischen als kleine menschliche Schwäche auslegt, die ihn umso sympathischer macht. Von einem wehrhaften Christentum, das heilige Bezirke achtet und aus einer geistigen Vollmacht spricht, haben sich die Protestanten schon lange verabschiedet.

„Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist“, war von Anbeginn des Christentums die Maxime, um im Dualismus zwischen Weltlichem und Himmlischem leben zu können. Dem Kaiser – oder korrekt gegendert: der Kaiserin – nun das Weihnachtsfest zu übergeben, ist der sichtbare Beweis, dass die Kirchen geistig und religiös restlos ausgehöhlt sind. Dass dies mit der Geburtsgeschichte im Stall argumentativ unterfüttert wird, indem Frau Käßmann darauf hinweist, dass auch Josef und Maria bei der Geburt nicht im großen Familienkreis zusammenkamen, ist dann nur noch lustig, unterstreicht aber diese Sehnsucht nach einer „Kultur des Weniger“, in der das Leben im Stall das Höchste und der Mangel das Schönste ist. 

Folgerichtig müsste der nächste Satz von Frau Käßmann lauten: „Bleibt den Kirchen fern, denn Jesus Christus hat auch nie in einem Gotteshaus gepredigt!” An diesen Ratschlag würde ich mich sogar halten. Auf ewig und immer. Amen

Vor wenigen Tagen lief im Deutschlandfunk ein Interview mit Margot Käßmann, und einige ihrer Aussagen waren, höflich ausgedrückt, interessant. Sie behauptete, dass niemand ein Recht aufs Weihnachtsfest im großen Familienkreis habe und dass „Maria und Josef in der Ursprungsgeschichte auch nicht in einem großen Familienkreis zusammen“ kamen. Wer es nicht glaubt, kann es hier nachhören.

Wie unschwer zu erraten, hat die gute Margot all dies ernst gemeint, um den momentanen Überbietungswettbewerb an politischen Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie zu affirmieren. Damit steht sie bekanntlich in guter Tradition der protestantischen Kirche, die sich immer schon als religiöser Arm des politischen Zeitgeistes im Großdeutschen Reich verstanden hatte.

Die Bedford-Strohmisierung der protestantischen Kirche hat in den letzten Jahren Scharen von Gläubigen aus der Kirche getrieben. Aber das stört die wohlgenährten Kirchenfunktionäre nicht, denn natürlich wissen sie, dass, wenn die Kirchensteuergelder nicht mehr so üppig fließen, halt der Staat einspringen wird. Sein moralisches Sturmgeschütz würde er niemals ungefüttert lassen und schon gar nicht unter einer Kanzlerin, die selbst einem systemkonformen protestantischen DDR-Pfarrhaus entspringt. 

Die protestantische Kirche war ja zuletzt allein über ihre Millionen, die sie in die Schleppertätigkeit im Mittelmeer investierte, in den Schlagzeilen. Seelsorgerisch-mildernd hat sie auf das regierungsamtliche Corona-Panikorchester zu keinem Zeitpunkt einwirken wollen. Die protestantische Kirche deswegen jedoch als „religiöse Schlepperbande“ zu bezeichnen, verbietet selbstverständlich der Anstand.

Paradiesische Sehnsucht, triefende Sentimentalität 

Nun also die weinselige Margot Käßmann wieder. Dass eine christliche Wanderpredigerin, die immerhin mal Bischöfin war und das höchste protestantische Amt in Deutschland innehatte, den Menschen das Recht aufs selbstbestimmte Weihnachtsfest abspricht, lässt aufmerken. Man darf unterstellen, dass es in China, Nordkorea und dem Iran ähnlich gesehen wird, und dass es dagegen im Interesse der Kirchen läge, zumindest eine klitzekleine Pflicht zum Weihnachtsfest zu konstatieren. Aber weit gefehlt. 

Wir erinnern uns: Ins öffentliche Bewusstsein trat Margot Käßmann gewichtig erst, als sie angedüdelt mit 1,54 Promille des Nachts eine rote Ampel überfuhr, von der Polizei angehalten wurde und daraufhin als EKD-Vorsitzende zurücktrat. Das war 2010. Sie schaffte es immerhin, eine Art moderne Heldengeschichte um sich zu stricken, in der sie sich vom Saulus zum Paulus gewandelt als einsichtig, geläutert und wieder frohen Mutes darstellen konnte. Der Last des anstrengenden Amtes enthoben, habe sie endlich wieder Zeit für Achtsamkeit und die kleinen Dinge im Leben. 

Und seitdem durchzieht ihre Vita diese Achtsamkeit für die kleinen Dinge wie die Perlen den Rosenkranz. Erst will sie mit den Taliban beten, um etwas für den Weltfrieden zu tun, dann Terroristen mit Liebe begegnen, um die Bundeswehr in Afghanistan zu entlasten. Dann wieder verweigert sie sich, mit AfDlern zu beten, geschweige denn ihnen mit Liebe zu begegnen, da dies ganz schädlich für den Weltfrieden und die innere Gestimmtheit der protestantischen Kirche wäre. Zudem lehnt sie, selbst zwei deutschen Eltern und vier deutschen Großeltern entsprungen, diese familiäre Konstellation entschieden ab, da man dann wüsste, „woher der braune Wind wirklich weht“

Das Phänomen Margot Käßmann ist neben allen politischen Implikationen ein Phänomen, das man am besten unter „deutschem Kitsch“ zusammenfassen könnte. Es ist diese Mischung aus paradiesischer Sehnsucht, triefender Sentimentalität, verschrobenem Denken und schlechtem Geschmack. Darüber hinaus durchzieht viele Biografien, die sich durch ein Erweckungserlebnis á la Saulus/Paulus auszeichnen, der Hang zu einer esoterischen Vernunft, für die es noch keinen passenden Begriff gibt. Ich erlaube mir, diese Vernunft eine „negative Vernunft“ zu nennen. Sie ist tief ins Christentum eingeschrieben, und Sätze wie „Wer geschlagen wird, soll auch noch die andere Wange hinhalten“, „Die, die einem Böses wollen, soll man lieben“, „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ oder „Wenn du schnell ans Ziel willst, gehe langsam“ sind lupenreine Glaubensbekenntnisse dieser negativen Vernunft. Auf den ersten Blick erscheinen derartige Aussagen als weise und tief, sie gedeihen aber am buntesten und lautesten in einem Umfeld, das sich durch die komplette Weigerung, Verantwortung für die eigenen Ratschläge zu übernehmen, auszeichnet.

Limousinen, Panzerglas und Bodyguards

Als psychiatrische Auffälligkeit ist die negative Vernunft in unserer christlich tingierten Kultur die Sehnsucht, zu einem Urchristentum zurückzukehren, dessen Vertreter bekanntlich in Höhlen lebten und ein reines Leben führten. Dass diese Sehnsucht meist bei den Vertretern der herrschenden Zeitgeistklasse in Deutschland gepflegt wird, ist an Ironie nicht zu überbieten. Limousinen, Panzerglas und Bodyguards sind fast so etwas wie die Voraussetzung, um dieser Sehnsucht anheim zu fallen.

Ob im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, bei den Grünen oder neuerdings auch bei der CSU: Für den, der sich in die Komfortzone der staatlichen Alimentierung begeben hat, ist die negative Vernunft die letzte sichere Bastion, um seine eigenen Pfründen gegen die Interessen der Zahlenden abzusichern. Eine „Kultur des Weniger“, wie sie von Frau Göring-Eckardt gepredigt wird, fasst ja nur zusammen, was die seit Jahren gepflegte politische Richtung ist: „Wir müssen uns schaden, um zu wachsen“. Das ist der Mustertext aller momentanen politischen Akteure und negative Vernunft par excellence.

Margot Käßmann ist für den deutschen Zeitgeist ein nicht ganz unerheblicher Baustein dieser propagierten Sehnsucht nach dem Reinen, Kleinen und Guten. Sie bedient den deutschen Kitsch, der sich vor 100 Jahren mit „Hirsch vor Bergpanorama“ manifestierte und inzwischen durch „Flüchtling mit gefundener Geldbörse“ abgelöst wurde. In dieser Welt ist Jesus zu einer Art freundlichem Gartenzwerg mutiert, mit dessen hochaggressivem Rauswurf der Geldwechsler aus dem Tempel man so recht nichts anzufangen weiß. Ohne die neuesten theologischen Diskussionen zu kennen, unterstelle ich, dass man Jesus Christus dieses rabiate Vorgehen inzwischen als kleine menschliche Schwäche auslegt, die ihn umso sympathischer macht. Von einem wehrhaften Christentum, das heilige Bezirke achtet und aus einer geistigen Vollmacht spricht, haben sich die Protestanten schon lange verabschiedet.

„Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist“, war von Anbeginn des Christentums die Maxime, um im Dualismus zwischen Weltlichem und Himmlischem leben zu können. Dem Kaiser – oder korrekt gegendert: der Kaiserin – nun das Weihnachtsfest zu übergeben, ist der sichtbare Beweis, dass die Kirchen geistig und religiös restlos ausgehöhlt sind. Dass dies mit der Geburtsgeschichte im Stall argumentativ unterfüttert wird, indem Frau Käßmann darauf hinweist, dass auch Josef und Maria bei der Geburt nicht im großen Familienkreis zusammenkamen, ist dann nur noch lustig, unterstreicht aber diese Sehnsucht nach einer „Kultur des Weniger“, in der das Leben im Stall das Höchste und der Mangel das Schönste ist. 

Folgerichtig müsste der nächste Satz von Frau Käßmann lauten: „Bleibt den Kirchen fern, denn Jesus Christus hat auch nie in einem Gotteshaus gepredigt!” An diesen Ratschlag würde ich mich sogar halten. Auf ewig und immer. Amen

Eine geniale Definition von Markus Vahlefeld, von ihm zwar in erster Linie auf Margot Käßman gemünzt, aber doch treffend für diese ganze gutmenschlich-gutbürgerliche Klasse. – TB

Das Zeitalter von Freiheit und Demokratie endet…

meint Dushan Wegner, und ich neige dazu, ihm recht zu geben. Es wird Zeit, nach vorne zu schauen und versuchen zu verstehen, wie das system aussehen wird, in dem wir leben werden. Wenn ich die derzeitigen trends extrrapoliere, sehe ich eine Welt extrem schwacher Nationalstaaten und scheinbar mächtiger transnationaler Organisationen. Die wirkliche Macht wird aber bei den globalen Konzernen und ihren Besitzern liegen, einer kleinen Elite, abgesondert und unerreichbar erhoben über den Rest der Menschheit. Die vierte industrielle Revolution wird dazu führen, das es für die meisten Leute keine sinnvolle, produktive Aufgaben mehr geben wird. Die mehrheit von uns wird schlicht überflüssig und wird ein dirigiertes Leben in kompletter Abhängigkeit von obrigkeitlichen Almosen führen. Willian Gibson hat diese Welt in seinen Cyberpunk-Romanen, v.a. Neuromancer, vorausgesehen. – TB

Die nächste Pille (D. Wegner)

von Dushan Wegner, Lesezeit 9 Minuten, Foto von Ganapathy KumarWir sehen die »Wahl« in Thüringen, die »Wahl« in Brüssel, die »Wahl« in den USA, und wir ahnen: Das »neue Normal« ist nicht demokratisch, ja nicht einmal politisch. Was ist die NEUE »rote Pille«?

full moon and gray clouds during nighttime

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Die Ära der roten Pille geht zu Ende, eine zwei Jahrzehnte lange Ära. Im Jahr 1999 erschien der Film »Matrix«. Eine Szene jenes Films gab einer Geisteshaltung, die man »neue Aufklärung« nennt, ihre Metapher und ihren Namen.

Es ist die Blaue-Pille-oder-Rote-Pille-Szene. In jener bis heute für eine neueAufklärung stehenden Szene sitzen sich Morpheus und Neo gegenüber, in alten Ohrensesseln. Hier meine Übertragung aus dem englischen Original-Script ins Deutsche:

Morpheus: »Dies ist deine letzte Chance. Hiernach gibt es kein Zurück. Du nimmst die blaue Pille und die Story ist vorbei. Du wachst in deinem Bett auf und glaubst, was auch immer sie wollen, dass du glaubst.«

(Die Pillen in seinen offenen Händen reflektieren sich in seiner Brille.)

Morpheus: »Nimm die rote Pille und bleibe im Wunderland und ich zeige dir, wie tief der Hasenbau geht.«

(Neo fühlt die glatte Hülle der Kapseln. Seine Hände werden feucht.)

Morpheus: »Denke daran, dass ich dir bloß die Wahrheit anbiete. Nichts mehr.«

(Neo öffnet den Mund und schluckt die rote Pille – er lacht wieder breit.)

Morpheus: »Folge mir.«

– Soweit die Szene. Ich habe sie aus dem Original-Script (siehe dailyscript.com) ins Deutsche übertragen. (Die tatsächliche Verfilmung unterscheidet sich in Nuancen, die sie vielleicht stärker machen; schauen Sie selbst die erweiterte obige Szene: youtube.com/watch?v=zE7PKRjrid4.)

Die Metapher von der blauen und roten Pille wirkte zwei Jahrzehnte lang, weil eine Wahrheit und eine Lehre in ihr enthalten sind.

Jedoch, wir haben einige Details übersehen – dabei war es im Code! – und also endet die Rote-Pille-Ära.

Es scheint zu beginnen, was manche die Ära der »blackpill« nennen.

Dieselben Instanzen

Es spricht sich inzwischen herum, was seit einiger Zeit geplant ist – wovor Propheten buchstäblich seit Jahrtausenden warnen – was nun »endlich« Realität wird, im Namen des »Virus«. (In »Das Malzeichen des Tieres« (9.5.2020) verwies ich auf Offenbarung 13. In »Das Malzeichen der App« (15.10.2020) zog ich die Linien nach.)

Seit bald Monaten hört man von Plänen verschiedener Länder für einen »digital health passport«, mal verlaufen sie sich, mal werden sie kurzfristig dementiert (telegraph.co.uk, 17.10.2020heise.de, 5.5.2020). Wir ahnen, wer es sein wird, der es durchsetzt – die neuen Herrscher, sprich: die Konzerne. Die Fluggesellschaft Quantas plant als erste öffentlich und offiziell die Impfflicht (spiegel.de, 24.11.2020). Die Konzerne werden es durchsetzen, dass man sich ohne Impfnachweis weder bewegen noch einkaufen, arbeiten oder am öffentlichen Leben teilnehmen darf. Gestern erst durfte eine Bekannte von mir nicht ihren Flug antreten, weil sie am Flughafen erfuhr, dass sie nur mit aktuellem COVID-19-Test fliegen darf. (All diese Regeln gelten natürlich nicht für die »Elite«, die auch weiterhin mit dem Privatjet nach Davos fliegen wird, ungeprüft und wohl auch ungeimpft, um über den »Great Reset« zu beraten.)

Derweil: In den USA hat Donald J. Trump die zuständige Beamtin angewiesen, die Übergabe an die greise Marionette Biden einzuleiten (@realDonaldTrump, 23.11.2020). Für viele – auch mich – wirkt es, als habe er de facto vor dem Sumpf kapituliert – später schien er zurückzurudern, und auch das recht müde (@realDonaldTrump, 23.11.2020).

Die Drohungen gegen jeden, der die lächerliche »Wahl« anzweifelt, werden täglich angsteinflößender (für eine aktuelle deutschsprachige Dokumentation siehe achgut.com, 24.11.2020). Wie groß darf man das Interesse an der Aufklärung von Wahlbetrug nennen, wenn eine US-Staatsanwältin mit Democrats-Parteibuch recht unmissverständlich droht, Bürger anzuklagen, die möglichen Wahlbetrug anzeigen (jonathanturley.org, 24.11.2020)?

Wahlen wurden in mind. einem Fall erst nach eindeutigen Drohungen durch Democrats »zertifiziert«. Trotz der Bedrohung durch »Biden-Sympathisanten« bezeugen Hunderte von US-Bürgern  unter Eid, möglichen Wahlbetrug gesehen zu haben oder sogar zum Wahlbetrug angewiesen worden zu sein. – Eine Auswahl der Fälle ist auf hereistheevidence.com versammelt. Dieselben Instanzen, die ohne irgendeinen Beweis jahrelang wegen ausgedachter Russland-Verschwörungstheorien ermittelten, weigern sich nun Hunderten teils schweren Wahlbetrug-Verdachtsfällen nachzugehen. »Ich kann es fast verstehen«, so könnte ein Zyniker süffisant scherzen: »niemand will ›ge-epsteined‹ werden.«

Selbst wenn alle Stimmen ehrlich abgegeben worden wären, nicht »angehalten« und nichts »geerntet« worden wäre, müsste man noch immer fragen, wie »demokratisch« eine Wahl ist, wenn fast der vollständige Nachrichtenfluss von einigen wenigen Konzernen kontrolliert werden, die offen einen der beiden Kandidaten stützen und den anderen nachweislich benachteiligen (siehe dazu die aktuelle Tucker-Carlson-Sendung, via YouTube).

Die »Betreuer« hinter dem verwirrten Biden bereiten sich derweil recht offen auf neue Kriege vor. Zum designierten Außenminister wurde etwa ein Antony Blinkengewählt – laut Insidern war er es, der Biden im Jahr 2003 dazu riet, für den Irak-Krieg zu stimmen (bbc.com, 24.11.2020). Ein stolzes Drittel des Biden-Übergangsteams soll von der Waffenindustrie profitiert haben (inthesetimes.com, 11.11.2020).

Es überschreitet bald die Grenze vom simplen Zynismus der Macht zur offenen Verachtung der Untertanen, wenn die Tochter von Ernst Carl Julius Albrecht dem greisen Lügner Biden als »President-Elect« gratuliert (@vonderleyen, 23.11.2020). Die eine stand nicht auf dem Wahlzettel und floh vor ihren Skandalen nach Brüssel, wo sie via Hinterzimmer an die Macht kam – der andere wurde von Millionen von Geistern gewählt.

Während »der Sumpf« sich darauf vorbereitet, nach vier Jahren ohne neuen Angriffskrieg endlich wieder »losschlagen« zu dürfen (und während Trump nun noch Tausende Soldaten heimholt, worüber Journalisten spötteln, dass das doch nur »Kriegsgegner« begrüßen; spiegel.de, 24.11.2020), werden plötzlich immer neue Details zur China- und Russland-Verstrickung der Bidens bekannt (etwa im neuen Report des US-Senats, günstig am 18.11.2020 erschienen).

Wie fühlen wir uns dabei?

Gegen die Maschinerie

Jene Szene im Film Matrix sagt eine wichtige Warnung – doch der Rest der Trilogie transportiert emotional geschickt das Gegenteil dieser Warnung.

»Denke daran«, sagt Morpheus, »dass ich dir bloß die Wahrheit anbiete. Nichts mehr.«

Wir hören und sehen es als Zuschauer, doch im Rest der Trilogie sehen wir den Helden Neo, der sich mit der Wahrheit bewaffnet gegen die Maschinerie des Bösen auflehnt und sie niederringt, von innen sprengt – und dazwischen immer wieder ein klein wenig Glück findet.

Es ist eine Lüge – und wenn Ihnen »Lüge« zu harsch ist, dann: es ist nicht die einzige Möglichkeit.

»Redpilling«, also das Sehen und Akzeptieren der Welt, wie sie wirklich ist, gilt als erstrebenswert, als Wert an sich.

Was aber, wenn wir die Fakten sehen, doch umgeben sind von Menschen, deren Denken von Propaganda geformt und gelenkt wird?

Es gibt auch dafür einen Begriff, er hat wieder mit metaphorischen Pillen zu tun, und er bezieht sich auf die Dunkelheit, die man um sich verspürt, wenn man sich seiner Hilflosigkeit bewusst wird.

Der Begriff ist: »blackpilling«.

»Blackpilling« bedeutet, die »red pill« genommen zu haben – und dann zu erkennen, dass man nicht Neo ist, dass man nichts an der Sache ändern kann. Die Mächtigen sind nicht so beständig mächtig, weil sie dumm und unvorbereitet wären.

In innere Dunkelheit

»The artist’s job is not to succumb to despair but to find an antidote for the emptyness of existence«, sagt Gertrud Stein in Woody Allens Midnight in Paris; zu Deutsch etwa: »Die Aufgabe des Künstlers ist es, sich nicht der Verzweiflung zu ergeben, sondern ein Gegenmittel zu finden für die Leere unserer Existenz.«

Einige von uns sind schlicht nicht in der Lage, sich dazu zu bringen, die Lügen zu glauben, die uns von Staats- oder Konzernmedien als »Wahrheit des Tages« vorgeschrieben werden. Welche Möglichkeiten haben wir?

Wir können und wollen uns nicht wie Linke dazu bringen, die Lügen zu glauben, die Widersprüche zu leugnen, »Fünf« zu rufen, wenn es vier Finger sind, die hochgehalten werden.

Sollen wir also verzweifeln? Sollen wir verstummen? Sollen wir wie der treue Hund Hachikō neun Jahre lang jeden Tag am Bahnhof auf unser Herrchen warten, dass doch schon längst tot und begraben ist? Werden wir, wie das Wort »blackpilled« es nahelegt, in innere Dunkelheit versinken?

Durch den Lichtdreck der Stadt

Fußballfans, die am TV ihrer Mannschaft zujubeln, haben (bewusst oder unbewusst) das Gefühl, mit ihrem Gejohle »ihrer« Mannschaft zu helfen, und anschließend sagen sie »wir haben verdient gewonnen« oder natürlich »der Schiedsrichter hat uns beschummelt« – tatsächlich aber hat das Mitfiebern am TV genau keinen Einfluss auf den Ausgang des Spieles.

Wenn ich dieser Tage andeute, dass Donald J. Trump nach meiner Überzeugung die US-Wahl 2020 mit großem Vorsprung gewonnen hätte, aber durch »Fuggeleien« etwa bei den Briefwahlstimmen die Wähler und der Präsident betrogen wurden, und dass realistischerweise wohl »der Sumpf« gewinnen und das Zeitalter der Demokratie beendet sein wird, dann wirft man mir gelegentlich vor, warum ich denn nicht »weiterkämpfen« würde. – Pardon: Weder Ihr noch mein wütendes »Faustschütteln gen Himmel« wird etwas daran ändern, ob und wie viele Millionen Biden-Stimmen »nachgekippt« wurden, als die Auszähler am Wahlabend in Panik die Auszählung für einige Stunden anhielten.

Wir sehen die »Wahl« in Thüringen, die »Wahl« in Brüssel, die »Wahl« in den USA, und wir ahnen: Das »neue Normal« ist nicht demokratisch, da es nicht einmal politisch ist – das neue Normal ist digital.

Auf die »red pill«, den furchtlosen Blick auf die Wahrheit der Demokratie, folgt die »black pill«, die Einsicht in die Unabwendbarkeit des Endes.

Ich frage mich: was ist die »next pill«, die nächste Erkenntnis, die nächste Realität, die es offenen Auges zu sehen gilt?

Ich ahne: »nextpilled« ist die wahre »next pill«.

Wenn wir in den Himmel schauen, sehen wir nicht das Licht der Sterne, wie sie jetztsind – jenes Licht brauchte buchstäbliche Lichtjahre, bis es in unser Auge gelangte, und ein guter Teil der Sterne, die wir nachts ganz romantisch betrachten (so wir sie überhaupt durch den Lichtdreck der Stadt und Musks Starlink-Satelliten hindurch sehen), sind in Wahrheit längst erloschen und kalt. – So ähnlich scheint es mir, wenn wir heute noch an Ideen hängen, die nur noch Märchen sind, welche den Kindern in der Schule erzählt werden, damit sie auch schön schlafen.

Manche sagen, die beste Antwort auf die »black pill« sei es, wie der Buddha all das loszulassen, an dem man anhaftete. Ich widerspreche nicht! Ich stimme zu und gehe einen Schritt weiter. »Next pill« bedeutet, aktiv auf das zuzugehen, was hiernach kommt. 

Es wird anders werden, anders als wir es uns heute vorstellen können, zumindest hier im Westen, wo wir mancher Entwicklung nun um Jahrzehnte hinterher hecheln.

»redpilled« bedeutet, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, wenn die Propaganda uns von allen Seiten mit Lüge zuschüttet.

»blackpilled« bedeutet, sich einzugestehen, dass wir nicht festhalten werden, was nur noch als wabernde Illusion existiert.

Ich beschließe »nextpilled«, zu sein: Ich will der Wahrheit ins Gesicht sehen. Ich gebe verloren, was verloren ist, denn das Leben ist endlich und unsere Zeit begrenzt. Ich will verstehen und früh sehen, was nach dieser Dunkelheit kommt. Ich will dem, was hiernach kommt, mit offenem Visier und frontal entgegengehen – und ich gestehe Ihnen gern: Es macht mir nervös. Ich habe etwas Angst. Doch es kribbelt auch in der Seele, und es kribbelt nicht nur ein wenig.

Mein Abschiedsschmerz wird weniger – ja, ich spüre Neugier und Kribbeln. Das wird doch nicht etwas wie Vorfreude sein?

Unermüdlich treiben sie uns in die schöne neue Welt.

Martin Armstrong, einer der hellsten Köpfe unter der Sonne, sieht es so klar wie wenige andere: Es läuft eine koordinierte Aktion zum Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft, “Build back better”. Zumindest in den westlichen Ländern, die Chinesen haben sicherlich einen eigenen Plan. Die COVID-“Pandemie” ist der willkommene Anlass, die Menschen gefügig zu machen und den “großen Plan” durchzupeitschen. Getreu dem Motto von Marx, dass man das Bestehende zerstören muss, um etwas Neues, Besseres schaffen zu können. Diesmal auf globaler Ebene. Allerdings, nach allen bisherigen Erfahrungen mit dem planmäßigen Bau einer “besseren Welt” ist nur eines sicher: Das wird eine Welt von Willkür, Unfreiheit und Armut. – TB

Aus Martin Armstrongs Blog:

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Blog/Great Reset

POSTED NOV 18, 2020 BY MARTIN ARMSTRONG

Denmark has taken a major step to a totalitarian state. This new law allows forcing people who test positive for ‘dangerous diseases’ to be ‘medically examined, hospitalized, treated and placed in isolation’. This further grants the Danish Health Authority the power ‘to define groups of people who must be vaccinated in order to contain and eliminate a dangerous disease’. The government can now coerce people who refuse to have the vaccine ‘through physical detainment, with police allowed to assist’.

These clauses present the collapse of all freedom. The government can simply say they “think” you are a member of such a group they define arbitrarily without any court to step in with respect to human rights. All individual liberty is now officially extinguished. This law allows full discretion to government officials with respect to defining what is now even a ‘dangerous disease’ and which groups will be forced to take a vaccine.

The government was forced to repeal the law after a week of constant protesting.

All the lessons of tyranny born with such horror and human suffering, for which so many gave their lives in defense against such unbound discretion handed to government agents, has been pushed aside. This agenda is being imposed because SOCIALISM is collapsing – they can no longer fund the pensions and programs for they can no longer borrow other people’s money. Instead of revising the system to preserve our humanity, world leaders have chosen the path to authoritarianism and the end of all our rights.

Video Truedau

We no longer have world leaders who even remember World War II. They think only about their own status and power. They do not represent us. Just open your eyes, they are all using the very same slogan – Build Back Better.

Video Schwab WEF

Now listen to the words of Schwab. His set has the same slogan. This is the 2030 Agenda being pushed by the World Economic Forum. They believe they can terrorize people with the virus and keep the people locked down long enough to destroy the economy leaving no choice but to accept their agenda.

Video WEF

I have warned that this 2020 election was NOT simply Republican v Democrat or even Trump v Biden. This is about the very survival of the United States for they are counting on Biden being senile enough to have the sovereignty of the United States to the United Nations and fulfill George Soros’ dream of a one-world government.

My family fought in the American Revolution and in every war ever since. This is my contribution to have access to those who dissent and wish to save what we have.

Please repost this everywhere. We need to build momentum or everything will be lost.

Das Ende des Zeitalters der Aufklärung

Larry Kummer denkt, dass die Linke ihren Marsch durch die Institutionen erfolgreich absolviert hat. Scheint mir auch so. Die finale Auseinandersetzung zwischen Marxismus – Social Justice, Identitätspolitik, Intersektionalität, Critical Race Theory sind sämtlich kulturmarxistische Auswüchse – und freiheitlicher Gesinnung – im Zentrum steht das eigenverantwortliche Individuum mit seinen Rechten und Pflichten – hat begonnen. Geradezu amüsant ist, das mächtige Menschen und Konzerne – Soros, Gates, Google, Twitter etc – auf der Seite der Linken stehen. Das wird sicherlich höchst interessant, wer hier am Ende wen instrumentalisiert. Larry Kummer hat eine lesenswerte Sequenz von Essays zu diesen Thema verfasst. Ich kopiere hier den letzte Text der Serie mit links zu den vorherigen – TB

The Left sweeps across America like a tsunami, or Rommel did France – Larry Kummer, Fabius Maximus website

Here is a brief explanation of why 2020 has brought historic changes and a description of their nature. Shorter version: how and why the Left is winning, sweeping across America like Rommel did France in 1940. Perhaps like the incoming tide.

There are decades where nothing happens. There are weeks where decades happen.
— Paraphrase of a sentence from Marx’s letter to Engels, 9 April 1863.

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2020 has seen the arrival of things I have long predicted. It seemed unnecessary and pointless to do more than document these events, which I have done daily on Facebook and Twitter. The comments to these and off-line conversations have shown my belief to be false. This should not have surprised me. Most of my successful predictions have been regarded as daft even as they were coming true.

So this post gives a summary of our situation, which further posts will develop in detail. What you will not get are forecasts. We have sailed off my map. Every week’s news surprises me.

Why the Left is winning

“Give me the child for the first seven years and I will give you the man.”
– True if exaggerated (7 is probably too young). About the Jesuits, attributed to Voltaire.

Beginning in roughly 1970, the Left and Right adopted opposite long-term strategies.

The Right planned wisely, using their wealth and power to build a political machine – gaining the power to reverse much of the New Deal. They cut taxes for the rich, slashed regulations (e.g., regulating labor, the environment, anti-trust), attacked unions, expanded corporate subsidies (extending patents and copyrights, more defense spending, etc.). This looked brilliant for a while, as short-term plans often do. Even the side-effects were often beneficial. They sent the Federal deficit skyrocketing (Bill Clinton’s reforms would have eventually paid off the debt) – which gave them an excuse to cut spending on the peons.

The Left adopted the opposite strategy (I kick myself for not seeing this). They strengthened their hold on institutions they largely controlled, such as universities and the press.

A common rebuttal: what about Fox News and Breitbart! Fox speaks mostly to old white conservatives (the Right’s faithful). Per Pew Research, 70% of its audience is over 50, 37% is over 65 – vs. 37% and 20% for the New York Times. As for Breitbart, ask your neighbors and co-workers who are not conservatives if they rely on it – or have even heard of it.

This became a winning strategy, as they successfully indoctrinated much of the educated young in Leftist dogma (they will run this nation) – doubly so those from the elite universities (who will lead America), and especially those with advanced degrees (who will control America). This seems likely to become the classic example of winning the Long Game: when the clash begins, they have already won. I cannot imagine a successful counter to this over any useful time horizon.

Sweeping across America

The Left has swept across America’s institutions – public, private, and non-profit – like Rommel did France in 1940. Their march to winning began with the rise of transgender rights from obscurity to among the highest in a few years (without any intervention by democratic institutions).

In 2020 the Left reached critical momentum. Institutions bow before them, contributing accolades, money, and obedience (e.g., indoctrination of employees, discriminatory hiring by race and gender). Each month brings new rules for proper speech. I have been documenting this daily in Tweets and Facebook posts. A thousand small steps, with no slowing in sight. Or opposition.

A common rebuttal: the Left is not winning because they do not control Congress and the Presidency. As objections go, that is absurd. America has many power centers, from local to national and public to private. The Founders’ designed the federal government to resist mass movements. It will be the last to fall.

Much like France in 1940, the lack of opposition is a key factor. The Right has been unable to formulate an effective response, short- or long-term. The most common reactions are fantasy or resignation. The former takes many forms. Dreams of a Trump landslide. Dreams of the conservatives minorities joining the GOP. Dreams of the rapidly shrinking white Christian minority regaining control of America. Dreams of the Armed Revolt on the Great Day When The Patriots Rise Up and Use Their Guns to Do Something Or Other.

A common rebuttal: the riots are not a big deal. Or that they are hurting the Left. Both are true. They are a distraction from the Left’s important gains. This is the tried and proven combination of a violent extremist group and larger political movement.  As with the IRA and Sinn Féin.

What happens after the election?

From a long-term perspective, it does not matter much if we get President Trump, President Biden, or President Harris. All help the Left over various timeframes. Biden (for as long as he lasts) would advance the Left’s agenda at a slow to moderate rate. Harris would do so at a moderate or rapid rate. Trump would continue to discredit conservatives with his clownish and ignorant speeches and decisions. These are different paths to the same Leftist-run future (see See America’s dark revolutionary future).

The big picture

This is the culmination of interrelated long trends I have written about since 2003.

(1)  The death of the Republic – The Consitution is dead in our hearts, an archaic relic that few believe in (details here and here). The Republic stumbles forward like a zombie while powerful elites contend over its ruins. America isn’t falling like the Roman Empire; it’s falling like the Roman Republic and for the same reason. We find the burden of self-government too great to bear.

(2)  As Robert Heinlein predicted long ago, we are in the Crazy Years “Considerable technical advance during this period, accompanied by a gradual deterioration of mores, orientation, and social institutions, terminating in mass psychoses in the sixth decade, and the interregnum.” That is from his timeline of his future history stories; first published in Astounding Science Fiction, May 1940, later published as The Past through Tomorrow. We have entered a late stage of this: ClownWorld.

(3)  Our institutions are falling like a row of dominoes. Our military can’t win wars. Our police wage a mad war on drugs, looting citizens through civil asset forfeiture. Many of our schools can’t teach their students the three R’s. Science is gripped by the replication crisis, a rot whose dimensions are far larger than most believe. Professional associations abandon their standards and obligation to protect us. Our major corporations are dying (Boeing is a typical example). Congress will do anything except govern. Etc.

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What comes next, and after that?

Accurate forecasting is always difficult. Now it is probably impossible because it depends on us. There are no linear trends in society. What will we do as America’s post-WWII liberal values vanish like moths in a flame? Perhaps more extreme values will take the stage, as new values emerge from the Void. But such things are unpredictable. But we know one eternal truth …

“Every nation has the government it deserves.”
— By Joseph de Maistre (lawyer, diplomat, philosopher). From Letter 76 dated 13 August 1811, published in Lettres et Opuscules.

A Contest

I will send a copy of Rome’s Last Citizen (see below) to those who post the best comments to this series of posts. I have ten copies. Only one book per winner. Decisions are purely subjective by the judges, based on the originality and quality of insights, plus supporting facts and analysis, of the comment.

A copy also goes to whoever suggests a new mission for this website. “Helping to reignite the spirit of a nation grown cold” shows a hopeful spirit I no longer have.

For More Information

Ideas! See my recommended books and films at Amazon. For something different, see “The Swallow – a story of the WWII Night Witches.”

I highly recommend Martin van Creveld’s new book, Seeing into the Future: A Short History of Prediction. “From the ancients watching the flight of birds to the murky activities of Google and Facebook today, Seeing into the Future provides vital insight into the past, present, and – of course – future of prediction.” Our media overflow with predictions. This will help you sort the useful ones from the chaff, and so better see our futures.

If you liked this post, like us on Facebook and follow us on Twitter. For more information about this vital issue see my posts about fear, about the Constitution, and especially these posts …

  1. The danger facing America, the names of the guilty, and our best hope for reform.
  2. Our institutions are hollow because we don’t love them.
  3. We have become cowards. We can become brave again.
  4. We gave our rulers the greatest gift that we can give.
  5. The Founders’ error dooms our Republic, but not the next.
  6. This post changed everything: A new, dark picture of America’s future.
  7. Asking what caused our decline and how to fix it.
  8. A new beginning for America and this website.

Look to the past to see our future

The Founders looked to the Roman Republic for ideas and inspiration. In this time of peril, we too can do so. See two books about the people who were the poles of the forces that could have saved the Republic, but instead destroyed it.

USA: Zu viele Hinweise auf Wahlbetrug.

Larry Correia war früher Buchprüfer. Er sagt über sich, das er als Buchhalter ein Gespür dafür hat, wenn in einem komplexen Zahlenwerk etwas faul ist. Hier beschreibt er, wo überall er bei den Wahlen 2020 er “red flags”, d.h. Hinweise auf verdächtige Vorgänge findet. Wenn sich nur die Hälfte vor Gericht bestätigt, haben die USA ein wirklichens Problem. – TB

Larry Correia schreibt auf MonsterHunterNation:

THE 2020 ELECTION: FUCKERY IS AFOOT

CORREIA45250 COMMENTS

I am more offended by how ham fisted, clumsy, and audacious the fraud to elect him is than the idea of Joe Biden being president. I think Joe Biden is a corrupt idiot, however, I think America would survive him like we’ve survived previous idiot administrations. However, what is potentially fatal for America is half the populace believing that their elections are hopelessly rigged and they’re eternally fucked. And now, however this shakes out in court, that’s exactly what half the country is going to think.  

People are pissed off, and rightfully so. 

Before I became a novelist I was an accountant. In auditing you look for red flags. That’s weird bits in the data that suggest something shifty is going on. You flag those weird things so you can delve into them further. One flag doesn’t necessarily mean there’s fraud. Weird things happen. A few flags mean stupidity or dishonesty. But a giant pile of red flags means that there’s bad shit going on and people should be in jail. 

Except for in politics, where apparently all you have to do to dismiss a bunch of red flag is be a democrat and mumble something about “fascist voter suppression” then you can do all sorts of blatant crime and get off. 

I’ve been trying to keep up with the firehose of information about what’s going on during this clusterfuck of an election. Last night I was on Facebook talking about the crazy high, 3rd world dictatorship level voter turnout levels in the deep blue areas of these swing states was very suspicious. Somebody gas lighted me about how “I’d have to do better than that”, so this was my quick reply, listing off the questionable bullshit I could think of off the top of my head:

The massive turn out alone is a red flag.

But as for doing better…

The late night spikes that were enough to close all the Trump leads are a red flag.

The statistically impossible breakdown of the ratios of these vote dumps is a red flag.

The ratios of these dumps being far better than the percentages in the bluest of blue cities, even though the historical data does not match, red flag.

The ratios of these vote dumps favoring Biden more in these few battlegrounds than the ratio for the rest of the country (even the bluest of the blue) red flag.

Biden outperforming Obama among these few urban vote dumps, even though Trump picked up points in every demographic group in the rest of the country, red flag.

The poll observers being removed. Red flag.

The counters cheering as GOP observers are removed, red flag.

The fact that the dem observers outnumber the GOP observers 3 to 1, red flag (and basis of the first lawsuit filed)

The electioneering at the polls (on video), red flag.

The willful violation of the court order requiring the separation of ballots by type, red flag.

USPS whistleblower reporting to the Inspector General that today they were ordered to backdate ballots to yesterday, red flag.

The video of 2 AM deliveries of what appear to be boxes of ballots with no chain of custody or other observers right before the late night miracle spikes, red flag.

Any of those things would be enough to trigger an audit in the normal world. This many flags and I’d be giggling in anticipation of catching some thieves.

And it isn’t that I have to do better. I’m just an gen pop observer who happens to be a retired auditor with a finely tuned bullshit detector. This is going to the courts.

##

So now I want to delve into some of these some more. The problem is that there’s a ton of info swirling around, some good, some crap. It doesn’t help that reporters are usually dishonest or not very bright and absolute trash at presenting data. Part of our problem is Big Tech is actively stomping on stories that make their guy look bad. (while compiling these I discovered that several of the links I’d looked at yesterday had been vanished by Facebook or Twitter) 

For the last four years half the country was all “Trump is illegitimate! He’s not my president! He stole the election!” so on and so forth, and that was all based upon nebulous ideas about “Russian Interference”, The Russian Interference mostly boiled down to them buying ads on Facebook, or having fake bots trolling on Twitter last time. This time the actual giant megacorporations, Facebook, Twitter, and Google themselves have actively censored stories in order to protect their candidate. So you think after this pile of suspicious election clusterfucks that makes the game look totally rigged, the other half of the country is going to accept Joe Biden as legitimate? Oh hell no. 

When you are auditing you see mistakes happen all the time. Humans make errors. Except in real life, mistakes usually go in different directions. When all the mistakes go in the same direction and benefit the same parties, they probably aren’t mistakes. They’re malfeasance. 

Let’s go back a bit to before election day to see why people would be suspicious that the game has been rigged. 

Most of the mainstream polls were utter garbage, off by what I believe to be the largest amounts ever in all of American history. Of course, this thing that surely demoralized the right and helped the left raise funds was just an innocent sampling error rather than a purposeful sampling bias… uh huh.

Then in the weeks leading up to the election, Big Tech and the media had a concentrated censorship effort to stop what was probably the juiciest October Surprise in modern history. But them silencing major newspapers and US Senators was just a mistake in their innocent efforts to “fact check”.   

Then on election day, states like Florida that were obviously swinging hard for Trump with no possible mathematical way for Biden to come back, the news wouldn’t call for Trump. States where it was still clearly up in the air just based on even the most cursory of statistical analysis (Arizona) they called for Biden ASAP. But that was just innocent mistakes, and not an attempt to set the narrative of inevitable Biden victory by major media. 

When Trump pulled ahead in the midwestern swing states by what were starting to appear to be insurmountable amounts, they suddenly threw the brakes on the counts. (my favorite part of this was when it looked like Trump was going to win, the Chinese Yaun crashed, which is pretty telling about just how shitty a candidate Joe Biden is) Okay, suddenly stopping all those counts seemed a little weird, but most of America went to bed thinking that this was a close race, with Trump in the lead in the EC. 

Then we woke up in the morning, and everybody saw the 538 graphs showing a massive middle of the night spike for Joe Biden, with almost zilch in corresponding votes for Trump. 

Now, one of those got walked back as “typo”. (again, funny how all these “mistakes” keep going in one direction) but the damage was already done, and all of a sudden most of America was paying a whole lot more attention to places like Wisconsin and Michigan than we usually do. That’s how flags work. And it turned out that single six figure typo was only one of many statistically improbable Biden vote dumps to come. 

Now, all of my liberal acquaintances were quick to dismiss these, with some gas lighting about how it was just deep blue inner cities votes coming in, and of obviously they’re going to vote for Joe Biden… Except that is them deliberately missing the point. It isn’t that Biden won those, it is that he won them with statistically improbable amounts. 

I don’t know what the current numbers are now, but as of yesterday morning the Wisconsin Midnight Mystery Dump was something like 98.4% for Joe Biden. That’s better than the bluest of blue cities manage. That’s better than Biden did in DC. I saw one 28k dump yesterday (I want to say it was 538 talking about PA) that was listed as ALL for Biden. That’s basically statistically impossible. 

In a small populace, you can get 100% of the vote. However the larger the sample, the more likely there will be dissenting votes. Even in the bluest of blue areas or reddest of red areas, somebody is going to be a cranky dissident, or an old person is going to fill in the wrong circle. When you get into the hundreds or thousands yet maintain that kind of perfect ratio, basically impossible. 

Plus we are supposed to believe that Joe Biden, the guy barely campaigned, who got like 12 sad looking people to his rallies, was more popular than Hillary Clinton or Barack Obama? This election was just that much more special? Uh huh… Except that these few battleground state blue cities vote ratios don’t match up with other blue cities around America, where it appears Trump’s support among every demographic group other than white males went UP.

Then people were quick to dismiss these statistically improbable spikes with “of course the mail in voting favors Biden, republicans vote in person.” Yes, but they don’t favor Biden with these kind of ratios anywhere else in America. The ratios are more like 60-40 or 70-30. But 97-3? Oh fuck no. So either Biden is a better campaigner to the inner cities (though he rarely left his basement) than the eloquent messianic figure of Barack Obama, or there’s something fishy going on here. 

Now, as a suspicious auditor type who spent a lot of hours looking for fuckery in complex systems, my gut tells me fake ballots were getting dumped into the system to make up the difference. And oh look, here is a giant pile of red flags indicating that’s the case.

Yesterday there was a meme going around about how Wisconsin had something like 90% voter turnout, and how this was 20 points higher than usual, and it how it would also be one of the highest voter turnouts in all of American history. If Wisconsin was at 90% that beats the highest national number in all of American history by EIGHT points. And that was 1876 (which was legendarily fraudulent by the way). 

Except, this is the problem with using memes to make your argument, it was only partially accurate, and the previous Wisconsin numbers were cited one way, and the current year was calculated a different way. (don’t feel bad, I fell for that one too, and as an accountant, that’s SO ANNOYING). When most people think of voter turnout, they think what percent of registered voters vote. But because Wisconsin has same day voting (a gift for fraudsters) their prior year percentages were votes compared to eligible population (that’s so goofy). But it meant the meme was comparing apples to oranges. So the leftists immediately jumped on that error to dismiss the idea that there was anything weird about how many people turned out to vote this time. 

HOWEVER, that’s useless obfuscation. Because if you calculate the number the same way that most Americans do, their turn out was still like 90%, which is a rate normally reserved for dictators (that combined with the vote ratios would have made Saddam Hussein blush). I had one liberal guy point out that notoriously corrupt Seattle also gets 90%… which doesn’t exactly help his case.

Because here’s the kicker, the high turn out is the average for the state, but when you drill down on the source of these statistically improbable blue vote dumps, they’ve got districts with TWO HUNDRED PERCENT TURN OUT. That’s over 200%. There’s 7 over 100%, and a ton of them in the 90s.  https://mkecitywire.com/stories/564495243-analysis-seven-milwaukee-wards-report-more-2020-presidential-votes-than-registered-voters-biden-nets-146k-votes-in-city 

Now the quick liberal dismiss explanation for this is that Wisconsin has same day registration (again, a fraudsters dream) and thousands of people ignored months of TV and social media beating them over the head to get registered to vote, and just decided to do it at the last minute because Biden is just that awesome/Trump is just that bad. 

Except if you’re an auditor, when you see super suspicious spikes like that in certain places, the first thing we think is that’s the place where you’ve got somebody over the controls colluding. So that’s where you go to fabricate your bullshit. 

200% turn out is fucking insane. Same day voting or not. That’s madness. When I was looking into this stuff I pulled a HuffPo article about the 2012 election and how it was controversial that some Madison ward had gotten 119% turnout.  

Oh, but wait, there’s more. 

A whistleblower has come forward from a Michigan post office saying that they were given ballots on November 4th, and ordered to post mark them to election day so they would still be valid.  https://www.facebook.com/JamesOKeefeAuthor/videos/381073273044980

That is so insanely illegal. When the reporter called the postal supervisor who gave the order and asked about it, he immediately hung up. 

Now, on this one, liberals were quick to dismiss it because it was from Project Veritas. (who they hate, and say cherry picks their investigative reporting, yet they keep winning all the lawsuits against them) However, the very next video was the response from the US Postal Inspector General (or whatever his title is, I can’t remember) about how they are investigating, so this wasn’t just some crank going to a reporter, it’s been passed up the chain of command. It’s an actual whistle blower. 

I had someone else try to dismiss this one as innocent, because the post office accepting these late ballots had no way of knowing who they voted for so it would balance out. That’s is so naïve its cute. Of course they knew who the ballots were for. They were probably dropped off by people they were colluding with. You don’t commit felonies for clueless strangers because you feel sorry they got their votes in late. 

A quick note on collusion because I mentioned it a couple times now. Collusion is the key to successful fraud. Systems have controls and checks in places, so the best way to circumvent them is to team up with somebody over one of those controls and exploit the gap. That’s fraud 101. Which is why you go to the post office your buddy runs to drop off your illegal late emergency Save Biden ballots. Or you go to the ward your buddy the poll worker is running the log in book to same day register all your imaginary friends. 

Speaking of the imaginary vote, this one is actually hilarious. Democrats are quick to say all votes must count, which apparently includes people who are 118 years old.  https://twitter.com/fleccas/status/1324216584219623424?s=21&fbclid=IwAR2rMt9iguDDYq_6H1FTQtMGekNEiTRRUNVsXN9xiEGvxS8z2VhHLJwo6-s

All those little fraud schemes come in from various directions, except the fraud numbers add up quick in a tight race. However, if you are behind by hundreds of thousands of votes in the middle of the night it requires some audacious level fuckery, which brings us to a red flag you can see from space. The 4 AM Biden Miracle. Here is an account from somebody at the counting center.  https://www.facebook.com/iamconniejohnson/videos/10225096326823289 

This is the third link I’ve had to pull for this one, because Facebook keeps killing the others. Listen to the whole thing. Because after the statistically impossible votes came in, they had to toss a bunch of the GOP judges out of the building because of Covid. 

Remember what I said about collusion? If you’ve got the actual system with the controls on your side, you can basically do any outlandish bullshit you feel like, and the only way you are going to get stopped is by an outside power (hence the multitude of lawsuits we’re going to see over the next few days).

Another thing you learn to spot when people are fraudulently manipulating data, is the mission-oriented spikes. On this one I’ve seen a few links, but the data has been so in flux that I’ve not been able to confirm it, but supposedly a bunch of the sudden Biden spikes weren’t just statistically improbable, they also voted for president but not the down ballot races. Now, lots of people will vote for president but don’t care about down ballot. However, when you get a pile of those in a row, that suggests somebody in a hurry filling out the mission critical bubble and then moving down stack, assembly line style. 

There was also video taken of one guy delivering these mystery ballots to the counting center in the middle of the night (unloading them from a white van into a little red wagon) the link I used yesterday had been deleted by YouTube but I found this new one (can’t stop the signal, Mal) https://www.youtube.com/watch?v=Yh7h3w75D8U&feature=youtu.be

Gee whiz. I can’t imagine why mysterious boxes are being moved into this supposedly secure voting facility in the middle of the night with no observers or chain of custody. 

And there’s more. They just keep coming. Yesterday morning I saw a small article about a republican official calling shenanigans on the voting in his small county, which went overwhelmingly Trump last time, and how it appeared the votes tallied weren’t even enough to account for his immediate family. Of course he got laughed at by caring liberals. Fast forward a few hours and it turns out that the voting program was faulty. https://www.westernjournal.com/election-program-issue-tallied-2-votes-gop-candidate-33-mi-counties-thought-using-software/

Worse, the same broken ass software was apparently used in 33 other counties. Hmmm… Again, with all these magical errors in these swing states all going in one side’s favor. 

Then there’s SharpieGate, but I’ve heard so much conflicting stuff about that one, with sharpies actually working fine in the scantron machines, that I’m not putting much stock in that one yet. There’s a lawsuit already though, so it’ll be interesting to see what new information comes out. 

Here’s another thing you learn about auditing. The more chaotic the system, the more chances for fraud. So when you come across a system that is extra chaotic on purpose, that tells you that the people running it want it that way for a reason. 

And the flags just keep coming in. This is going to be way worse than Florida in 2000. 

What happens now? Beats me. It goes to court, and then the real question becomes how much spine the republicans have to actually fight. In previous years I’d assume they’d be a bunch of spineless chickenshits and wimp out like usual, but I’m not so sure this time. I don’t know if or how any of these will pan out, and without access to the real data, all I can do is guess.

I can say without hesitation though, that fuckery is afoot, and if an actual real investigation happens they’ll be able to prove it. Only this is politics, so who knows. The only thing I do know for certain is that this election is so fucked up it is just going to make America’s two halves hate each other even more.

Elektrisch fliegen – Am Ende gewinnt immer die Physik

Oder von der Blödheit politischer Entscheider und der Selbstprostitution der Manager – hier bei Airbus. Aber zu ihrem Glück verbrennen die Damen und Herren ja nicht ihr eigenes Geld, sondern das der Steuerzahler. Die Argumentationslinie von Hans Hofmann-Reinecke kurz zusammengefasst: Moderne Flugzeuge und Helikopter sind effizienzoptimiert – ersetze das für die Transportleistung (Max Gewicht mal Entfernung oder Zeit) benötigte Flugbenzin durch Batterien mit entsprechender Leistung und berechne die Transportleistung neu. Oder für ganz Eilige: Die Energiedichte (KWh/Kg) von Kerosin ist etwa 70 mal höher als die modernster Batterien. Nun ja, was erwarten wir von einem Land, in dem z.B. eine Politologin Staatsministerin für Transportwesen und Digitale Infrastruktur ist. – TB

Hans Hofmann-Reinecke auf seinem Blog Think Again

KURZATMIG UND VIEL ZU SCHWER

published 24.10.2020

Bild: Simon John-McHaffie / Unsplash

In diesem Monat wurde bekannt, dass die mit öffentlichen Geldern geförderte Entwicklung des Lufttaxis „CityAirbus“ eingestellt werden soll. Die Achse des Guten berichtete darüber. Die Aussichtslosigkeit des Projekts hätte mit wenig Aufwand schon viel früher erkannt werden können, aber Ketten der Inkompetenz in Unternehmen und Ministerien verhinderten das.


Ein Kind unserer Zeit

Ein Kind unserer Zeit ist die Drohne, das unbemannte Flugobjekt, mit dem man aus sicherer Höhe Videos von Nachbars Garten machen kann, und mit dem Amazon demnächst eilige Bestellungen vor unserer Haustüre absetzen wird.

Das Ding ist ein fliegendes Wunder, dessen technische Komplexität man nicht würdigt, weil es schon für ein paar hundert Euro zu haben ist. Es ist ein Produkt glücklichen Zusammentreffens grandioser Innovationen der jüngeren Zeit: leistungsfähige kleine Elektromotoren, schnelle Datenübertragung per Funk,  leichte Batterien, künstliche Intelligenz, Satellitennavigation und die extreme Miniaturisierung digitaler Elektronik.

Was kann so ein Wunderding dann leisten? Amazons Drohne etwa soll Pakete bis zu zwei Kilo in 15 km Umkreis liefern. Dafür ist sie 20-30  Minuten unterwegs. Es ist anzunehmen, dass der dankbare Empfänger dann, quasi als Trinkgeld, der Drohne eine Batterieladung aus der Steckdose spendiert, bevor die sich dann autonom auf den Heimweg macht.

Eine 100 Tonnen Stubenfliege

So kompliziert das elektronische Gehirn dieses kleinen Flugzeugs ist, so simpel ist seine Mechanik. Wie ein Tisch auf vier Beinen steht, so hängt die Drohne an vier Rotoren, von denen jeder elektrisch angetrieben wird. Die individuelle elektronische Regelung derer Drehzahl kontrolliert wie das Gerät fliegt und wohin die Reise geht.

Das ist alles viel einfacher als beim guten alten Helikopter, der fast nur aus beweglichen Teilen besteht: die Blätter des großen Rotors müssen bei jeder Drehung gekippt werden; der Propeller am Heck ist über Getriebe mit dem Motor verbunden, und der genaue Anstellwinkel seiner Schaufeln muss verhindern, dass der Rumpf anfängt zu rotieren.

Was läge also näher, als der unkomplizierten Drohne ein „Upscaling“ zu verpassen, sodass man nicht nur Pakete von Amazon, sondern lebendige Passagiere transportieren könnte? Das wäre außerdem voll im Trend: E-Antrieb, kein CO2 und kaum Lärm. Und, wie wir vom kleinen Bruder wissen, könnte das Ding auch ohne Pilot fliegen.

Aber kann man so eine Maschine einfach 10 oder 100 mal so groß bauen? Fliegt sie dann noch? Nun, in der Natur gibt es ja auch große und kleine Flieger: Vögel und Insekten. Vielleicht kann von denen etwas lernen. Ein erfolgreiches Produkt der Evolution ist ja die beliebte Stubenfliege. So eine Kreatur ist vielleicht 10 mm lang und wiegt ein zehntel Gramm. Vergrößern wir sie um den Faktor 1000, dann würde sie 10 Meter groß und würde 100 Tonnen wiegen. Ja, so schwer würde sie, weil sich ihr Volumen, und damit ihre Masse, um den Faktor 1000 hoch drei vervielfachen.

Gewichtsmäßig kommt unsere Megafliege damit oberhalb der kleinen Boeings und Airbusse zu liegen, die immerhin 30 – 40 m Spannweite haben. Unser kafkaeskes Geschöpf mit 10 m Spannweite wäre nach unseren Überlegungen also kaum flugfähig. Das Beruhigende ist, dass die Natur etwas derartiges auch nicht hervor gebracht hat.

Der Vergleich sollte uns aber nicht am Experimentieren hindern, er ist nur ein Hinweis darauf, nicht allzu optimistisch zu sein. 

Airbus wagt es

Die Firma Airbus, aktuell der erfolgreichste Flugzeugbauer weltweit, wagte sich an dieses Projekt. Mit mehreren Millionen Starthilfe vom Bund und vom Staat Bayern machte man sich an die Entwicklung einer Megadrohne: etwa zehnmal so groß wie das Ding von Amazon und tausendmal so schwer. Mit den Prädikaten nachhaltig, klimafreundlich, elektrisch  und europäisch hatte man alles zu bieten, was die Politik gerne hört. So konnte man auch weiterhin mit deren Wohlwollen und Unterstützung rechnen.

Die finanziellen Risiken für Airbus waren also gering, man konnte sich höchstens noch in Sachen Technik blamieren. Das aber sollte grandios gelingen.

Konkret hatte man versprochen,  ein elektrisches Lufttaxi zu entwickeln, das Passagiere von der City zum Flughafen bringt, unbehindert von möglichen Staus auf der Autobahn. Man gab ihm den Namen „CityAirbus“ und startete 2015 mit einer Machbarkeitsstudie, die offenbar positiv ausfiel.  Details der Entwicklung und technische Daten finden Sie hier und hier.

Im März 2019, vier Jahre später, wurde dann in Ingolstadt mit barockem Prunk in Gegenwart aller erdenklicher Prominenz – unter ihnen Staatsministerin Bär, Airbus Vorstand Schoder und Verkehrsminister Scheuer –  das Ergebnis vorgestellt: ein so genannter „Prototyp Demonstrator“. Der Verkehrsminister forderte in seiner Rede dazu auf, bei neuer Technologie nicht nur über Verbote, sondern insbesondere über Chancen zu diskutieren. Dazu sollte es gleich einen Anlass geben.

Die Marx Brothers in Ingolstadt

Die Vorführung des „Demonstrators“ war nicht nur enttäuschend, sondern im höchsten Grade grotesk. Vor all den Honoratioren im Sonntagsanzug, teils von weit angereist, vor dem Bürgermeister mit Goldkette, spielte sich ein peinliches Debakel ab:  Das Gerät, die verkörperte Hoffnung auf nachhaltigen Personennahverkehr, hob kaum vom Boden ab und fing dann an zu rauchen. Es war wie eine Szene aus einem Film von Charlie Chaplin oder der Marx Brothers.

Das mag gewiss ein Vorführ-Effekt gewesen sein; da geht nach Murphy’s Law all das schief, was schief gehen kann. Daraus wollen wir den Ingenieuren von Airbus keinen Vorwurf machen. Die Panne brachte aber wohl den einen oder anderen Entscheider dazu, etwas genauer hinzuschauen, was da gemacht wurde. Nach einigem Nachdenken wurde dann im Oktober 2020 bekannt, dass das Projekt eingestellt werden soll.

Ein bisschen Physik

Dass Entwicklungsvorhaben scheitern ist nichts Neues, es ist der Preis des Fortschritts. Was aber hier abgezogen wurde war etwas Ungeheuerliches. Airbus hatte die 100 Tonnen-Stubenfliege gebaut! Das ganze Projekt war von Anfang an aussichtslos; um das zu erkennen brauchte man keinen „Demostrator“ für viele Millionen zu bauen,  man hätte es auf der Rückseite eines Briefumschlags ausrechnen können.

Zur Erläuterung etwas Physik.

Das „normale“ Flugzeug fliegt, weil der Fahrtwind an den Tragflächen Auftrieb („Lift“) erzeugt, der das Gewicht des Fliegers kompensiert. Dieser Lift aber hat seinen Preis, nämlich den Luftwiderstand („Drag“), der von Motoren überwunden werden muss. Konstrukteure bemühen sich natürlich, Flugzeuge mit großem Lift und kleinem Drag zu bauen. Bei Airlinern hat man ein Verhältnis Lift/Drag in der Gegend von 15 (mehr dazu auch hier).

Die Ingenieure bemühen sich ebenfalls, das Gewicht niedrig zu halten, denn  je schwerer das Flugzeug, desto größer ist der Drag, desto mehr Sprit verbrennen die Motoren. Das ist anders als beim Auto, da ist der Luftwiderstand vom Gewicht unabhängig. Deswegen baut man Flugzeuge aus Aluminium oder Plastik und nicht aus Stahl, wie die Autos.

Bei Helikoptern – und Drohnen sind nichts anderes – wird der Lift nicht durch den Fahrtwind erzeugt, sonst könnten sie ja nicht in der Luft stehen bleiben. Hier kommt der Lift vom Impuls des vertikalen Luftstroms, den der Rotor erzeugt.  Dabei wird enorm viel Energie verbraucht, weswegen man bei Helis mit den Kilos so geizig ist wie es nur geht – noch geiziger als bei Flugzeugen.

Auf einem Briefumschlag

Analysieren wir einen typischen, bewährten Helikopter, etwa den Robinson R44, von dem bisher  über 6000 Stück gebaut wurden. Der hat Platz für 4 Personen, wiegt maximal 1100 kg und hat einen Motor von 183 kW = 245 PS. Damit kann er zwei Stunden lang mit 200 km/h fliegen und verbraucht gut 100 Liter Sprit, das sind 75 kg. Dabei läuft sein Motor nicht immer mit voller Leistung, eher mit 75%. Der gesamte Energiebedarf für die Reise ist dann 183 kW x 75% x 2 Stunden = 275 Kilowattstunden.

Das wäre doch schon ein cooles Lufttaxi, allerdings macht es Krach und spuckt CO2 aus. Wollten wir den R44 jetzt auf politisch korrekten E-Antrieb umrüsten, dann bräuchten wir eine Batterie mit den erwähnten 275 kWh. Die holen wir uns aus dem E-Auto von Elon Musk, dem  Tesla. Die hat 85 kWh – und wiegt 540 kg. Drei davon brächten dann fast die gewünschten Kilowattstunden an Bord, aber gleichzeitig die eher unerwünschten 3 x 540 kg = 1620 kg. Damit läge die Batterie alleine schon eine halbe Tonne über dem Gewichtslimit des armen R44 und sie wöge so viel wie 20 Passagiere!

Hatten wir nicht gesagt, beim Heli muss man mit den Kilos geizen wie eine Hollywood-Diva vor ihrem Lauf über den roten Teppich? Elektro und Heli passen nicht zusammen! Was beim Auto nur mühsam geht, beim Flugzeug nicht wirklich, das geht beim Helikopter schon ganz uns gar nicht.

Diese kleine Rechnung kann eine Ingenieur, der Zugang zu Internet und Taschenrechner hat, auf dem Rücken eines Briefumschlags in der Mittagspause machen. Das hätte mehr gebracht als besagte „Machbarkeitsstudie“ von 2015.

Warten auf ein Wunder

Das von Airbus dann also geplante und als „Demonstrator“ gebaute elektrische Lufttaxi hatte folgende Kenndaten: Gesamtgewicht etwa 2.200 kg, Batterie 110 kWh und 650 kg; Antrieb: 8 (in Worten acht) Elektromotoren vom Typ Siemens SP200D mit je 100 kW Leistung; Reisegeschwindigkeit 120 km/h; Nutzlast 4 Passagiere.

Wenn die acht Motoren mit 75% Leistung laufen, wie wir beim R44 angenommen haben, dann würden sie kontinuierlich 8 x 75 kW = 600 kW ziehen und die erwähnte 650 kg schwere Batterie wäre in 11 Minuten leer. Angesichts dieser Tatsache ist es fraglich ob man von „Reisegeschwindigkeit“ reden kann, denn  die „Reise“ würde nur aus Abheben und Landen bestehen, dann wäre der Akku leer und müsste jetzt für ein paar Stunden lang an die Steckdose.

Ungeachtet dieser Fakten hat man bei Airbus und Zulieferern dennoch beherzt am „Demonstrator“ gebaut. Man hat für viel Geld all das konstruiert, was man konnte, und für das, was man nicht konnte – die Energieversorgung – da hoffte man auf ein Wunder. Aber bekanntlich geschehen Wunder nur dem, der sie nicht erwartet.

Pisa in der Chefetage

Man kann davon ausgehen, dass mehr als ein Entwickler bei Airbus unsere Rechnung gemacht und seinem Chef dann gezeigt hat. Und der wiederum hat die Sache „eskaliert“, also seinem Chef gezeigt, bis schließlich jemand ein Machtwort sprach: „Ihr Ingenieure dürft nicht immer nur Probleme sehen, ihr müsst euch auch mal den Hut des Managers aufsetzen. Es wäre unverantwortlich, sich aus diesem strategischen und nachhaltigen Geschäftsfeld zurückzuziehen.“

Und so wurden die armen Entwickler zum Opfer einer Kette der Inkompetenz und mussten gehorsam viele Stunden ihres Berufslebens investieren, um die Attrappe einer Passagierdrohne zu bauen. Und so wie diese unverrückt auf ihren Kufen stehen wird, so steht die Arbeit daran unverrückbar auf der Lüge, dass das Ganze schon irgendwie Sinn macht.

Hier zahlen wir nun den Preis für den Verfall von Leistung und Disziplin in unserer Ausbildung. Was in der Schule durch miserable Ergebnisse bei den Pisa-Studien offensichtlich wird, das setzt sich im anspruchslosen Massenbetrieb der Universitäten fort und produziert Führungskräfte, die in der Praxis total überfordert sind. Die versuchen dann zu überleben, indem sie Leistung durch Haltung ersetzen. Und das funktioniert sogar, weil ihre Chefs das genauso machen (Siehe auch hier bei Indubio).

Pisa im Ministerium

Noch fragwürdiger ist allerdings die Haltung der Politik. Nach welchen Kriterien wird hier das Geld der Steuerzahler vergeben? Herr Minister Scheuer etwa vergab 15 Millionen für das Projekt. Sie sagen, das sind doch Peanuts? Mal sehen: Das deutsche Steueraufkommen pro Kopf beträgt jährlich ca. 10.000 Euro. Da wurde also 1.500 Personen in Deutschland ein Jahr lang monatlich 800 Euro abgenommen, um den Demonstrator zu finanzieren. Für die Betroffenen jedenfalls sind das keine Peanuts.

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur war nach seinem Lehramtsstudium in die Politik gegangen. Hatte er persönlich die Kompetenz, um die Chancen des Lufttaxis realistisch einzuschätzen? Wenn nicht, so hätte er doch unter den 1.200 Mitarbeitern seines Verkehrsministeriums einen Fachmann für Luftfahrt gehabt. Was hat der ihm wohl geraten? Oder hat der Minister auf „erfahrene“ externe Berater vertraut, auf Zwanzigjährige, die nach dem Master gleich bei Roland Berger oder McKinsey angeheuert haben?

Ein Minister wird sich immer herausreden, sein Ressort sei so komplex, dass weder er noch irgendjemand alle Fragen beantworten, alle Details durchschauen könnte.

Das mag schon sein, aber er sollte dann in seiner Position zumindest schon mal von Management gehört haben. Dann hätte er gelernt, dass man beim Management von Investitionsprojekten erst die Risiken reduziert, bevor man das Geld ausgibt. Bei unserer Megadrohne ist die Batterie das zentrale Risiko, sie ist der Show-Stopper.

Statt dieses Problem zu konfrontieren hat sich sein Ministerium aber vorgemacht, dass das schon nicht so schlimm wäre, wenn man nur die Maschine hübsch anmalt. Und so spuckte man die 15 Millionen gerade mal aus und Airbus war dankbar.

Weder der Minister hatte sein eigenes Geld aufs Spiel gesetzt, noch würde Airbus gepfändet, wenn das Ding nicht fliegt. Die beiden Geschäftspartner konnten sich gegenseitig mit dem Geld der anderen gütlich tun und in Szene setzen. Das ist Leichtsinn auf Kosten anderer und das ist ein sehr verwerflicher Charakterzug.

Noch schlimmer: die leichtfertige Vergabe von Mitteln für Forschung und Technik züchtet die falschen Interessenten heran. Es mehren sich die smarten Profiteure, die mit gekonnter PR für ihre aussichtslosen Startups mit schicken englischen Labels die vielen Millionen abgreifen.

Fortschritt geht anders. Es wäre besser, wenn unsere Minister halb so viel Geld hätten, aber dafür doppelt so kompetent wären. Und das gilt auch für die Ministerinnen.

Unsere Sehnsucht nach Selbstzerstörung

…treibt die westliche Welt, und allen voran Deutschland, in den Untergang. Traurig, und rational kaum zu erklären, wie Alexander Meschnig auf Achgut beschreibt. – TB

Alexander Meschnig auf der Achse des Guten:

Die Sehnsucht nach Selbstzerstörung

In seinem 1920 erschienen Werk Jenseits des Lustprinzips hat Sigmund Freud, auf dem Hintergrund der Erfahrungen des Ersten Weltkrieges, den in der psychoanalytischen Diskussion von Anfang an umstrittenen Begriff des Todestriebs eingeführt. Letzterer strebt danach, so Freuds theoretische Annahme, in den anorganischen Zustand zurückzuführen. Denn: „Das Ziel alles Lebens ist der Tod.“ Zu dieser Triebgruppe gehört ein Streben nach Selbstzerstörung und, daraus abgeleitet, eine Neigung zu Aggression und Destruktion. Dem Lebenstrieb (Eros, Libido) steht also auf der negativen Seite, quasi als Dualismus, ein Todestrieb gegenüber, dem die eigene Zerstörung immanent ist. Dass sich jemand selbst schädigt oder verletzt, scheint uns absurd, zeigt sich aber etwa in Phänomenen wie dem Wiederholungszwang. Mit diesem Begriff will Freud den menschlichen Impuls, unangenehme und schmerzhafte Gedanken, Handlungen oder Situationen zu wiederholen, erklären. Die zwanghafte Wiederholung von negativ Erlebtem lässt sich auch als der vergebliche Versuch verstehen, einen alten Konflikt durch seine ständige Inszenierung zu bearbeiten und ungeschehen zu machen. Freud sieht das Subjekt folglich nicht als souverän Handelndes, sondern im Bannkreis von Wiederholungszwängen stehen.

Der Todestrieb hat nach Freud zwei Ausprägungen: die nach innen gerichtete Tendenz zur Selbstzerstörung und die nach außen gerichtete Neigung zu Aggression und Destruktion. In einer Gesellschaft wie der deutschen, die inzwischen vollkommen pazifiziert ist und in der die Selbstbehauptung unter Strafe des moralischen Verdiktes steht, wird der Hang zur Selbstzerstörung unter den historischen Bedingungen der Gegenwart immer deutlicher sichtbar.

Erstmals besonders nachdrücklich wurde das im „Summer of Love“, als die grundlegende Aufgabe eines jeden Staates, die Sicherung der eigenen Grenzen, einer abstrakten Hypermoral zum Opfer fiel. Die massenpsychologische Schulddisposition der (west)europäischen Gesellschaften hat in Deutschland eine geradezu perfekte Form für die Emotionalisierung des öffentlichen Lebens gefunden, bei striktem Ausschluss der Wirklichkeit. „Das Helfersyndrom“, so der Philosoph Rudolf Brandner, „fungiert damit als postreligiöses Heilssubstitut in Zeiten des Verfalls religiöser Orientierungsparadigmen.“ Die offizielle Politik in Deutschland hat aus der ungeregelten Einwanderung eine Art „Bußpflicht“ gemacht, selbst wenn sie von immer größeren Teilen der Bevölkerung wahrscheinlich abgelehnt wird.

In einem früheren Essay (vgl. Die Eitelkeit des Guten) hatte ich nach den psychologischen und religiösen Gründen für die eigene Selbstzerstörung gefragt und sie, verkürzt gesprochen, in einer abstrakten Hypermoral verortet, Ausdruck für eine metaphysische Größe: die eigene und kollektive Schuld, die nun, angesichts des Zustroms der Opfer und Benachteiligten der Erde, abgegolten werden kann. Die Heiligsprechung alles Fremden und die Chance, mit der grenzenlosen Aufnahme aller Beladenen und Benachteiligten, die historischen Verbrechen des Westens (Kapitalismus, Kolonialismus, Faschismus) endlich zu sühnen, sprich: erlöst zu werden, bleiben wichtige psychologische Faktoren für ein Verständnis der aktuellen Situation. Deutschland imaginiert sich – in der Zuspitzung – als Christus, der sterben muss, um die Welt von ihren Sünden zu erlösen. Das ist sozusagen die historische Aufgabe, die auf dem Hintergrund der eigenen Geschichte zu erfüllen ist. Ein kollektives Bedürfnis und eine Sehnsucht nach Anerkennung ist bereit, das Eigene im Rausch der Selbstbegeisterung der eigenen Empfindsamkeit zu opfern. 

Die deutsche Regierung folgt in der sog. Migrationspolitik bis hin zur eigenen Selbstzerstörung abstrakten Rechtsprinzipien und gesteht in der Festhaltung an von der Wirklichkeit überholten Asylgesetzen allen Menschen auf der Welt ein prinzipielles Recht auf Partizipation am deutschen Sozialstaat zu. Moral und Politik heben sich immer mehr auf, der Staat selbst, die Regierung, wird zur Bühne einer Selbstgerechtigkeit, die alle, die hier Widerspruch äußern, moralisch diffamiert und als „rechts“ verortet. In dem nach seinem Freitod erschienen Band „Das Migrationsproblem“ in der Werkreihe von TUMULT kommt Rolf Peter Sieferle zu folgendem Fazit: 

„Ein altes Rechtsprinzip lautet ultra posse nemo obligatur, d.h. jede Verpflichtung hat ihre Grenze dort, wo die Selbstzerstörung begänne. Das Leben wie auch das Überleben des politischen Gemeinwesens hat einen Vorrang vor abstrakten Rechtsprinzipien, auch wenn es einzelnen freistehen mag, den Selbstmord zu wählen. Die politische Führung ist dazu jedoch nirgendwo ermächtigt. Man kann, wenn man will, die andere Wange hinhalten; die Regierung darf jedoch nicht die Wange des Volkes hinhalten, das sie gewählt hat.“

Stolze Vorreiter einer hysterisierten Bewegung

Was für die Einwanderungspolitik gilt – moralische Vorreiterrolle und Retterin der Welt –, das gilt ebenso für die Diskussionen rund um die Energiewende und den Klimawandel. Auch hier ist man der stolze Vorreiter einer hysterisierten Klimabewegung, ergeht sich in Untergangsszenarien, beschwört Bilder der Apokalypse, hat in einer 18-Jährigen mit Asperger-Syndrom eine Heilige gefunden und zerstört um eines Prinzips willen mutwillig die heimischen Industrien, auf denen der Reichtum des Landes beruht. Die Energiewende markiert ebenso wie die offenen Grenzen den Weg aus der moralischen Verworfenheit in die zerknirschte Buße und die endgültige Erlösung von den Sünden der bestehenden Welt. Ohne Not wurde so nach dem Tsunami, der das Kernkraftwerk Fukushima im 10.000 Kilometer weit entfernten Japan zerstörte, ein Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Noch laufende Reaktoren werden sukzessive heruntergefahren, was eine kontinuierliche Energieversorgung mehr und mehr gefährdet. Dafür wird fleißig Atomstrom aus dem Ausland eingekauft. Nachweislich hat die sog. Energiewende bei horrenden Kosten, insbesondere für die Endverbraucher, keinerlei Einsparungen an C02 gebracht.

Das alleinige Setzen auf E-Mobilität, mit allen Problemen rund um den Abbau der dafür notwendigen Rohstoffe, die Entsorgung von Batterien, der zur Verfügung stehenden Ladestationen, die Zerstörung und Rodung von Wäldern für immer größere Windkraftanlagen, die nicht grundlastfähig sind und deren Recycling ungeklärt ist, fehlende Trassen, fehlende Speichermöglichkeiten, das notwendige und teure Backup durch konventionelle Kohlekraftwerke, die zur Stabilisierung des Stromnetzes am Netz gehalten werden müssen – alle diese Entwicklungen finden in der öffentlich-rechtlichen Medien kaum eine kritische Reflexion. Es geht ja um nicht weniger als die Rettung der Welt. Kritiker dieser Politik werden moralisch genauso diffamiert (Klimaleugner) wie diejenigen, die Einwände gegen die ungeregelte Migration formulieren.

Aufgrund von Simulationsmodellen, die mit vielen Unsicherheiten rechnen, wird ein abstraktes Ziel (Begrenzung des Temperaturanstieges um 1,5 Grad) vorgegeben, dem nun alles unterzuordnen ist und das den kompletten ökonomischen Umbau des Landes legitimiert. Im Prinzip ein irrsinniges Unterfangen, das den „deutschen Hang“ zum dogmatischen und moralischem Rigorismus, die unheilvolle Neigung zur Prinzipientreue, zu unerreichbaren Zielen und utopischen Zuständen sichtbar macht. Eine idealistische Grundhaltung, die in der Realitätsverdrängung und der Verwandlung von Politik in Moral ihr deutlichstes Symbol gefunden hat.

Im Frühjahr 2020 hat dann die Corona-Pandemie nicht nur das Klimanarrativ, sondern auch die Einwanderungsdebatte in den Hintergrund gedrängt. Begriffe wie Eindämmung, Grenzen, Beschränkungen wurden plötzlich legitim und haben selbst einen verfemten Begriff wie Abschottung wieder hervorgezaubert. Corona hat seitdem zu erheblichen Eingriffen in unsere Grund- und Freiheitsrechte geführt, mit breitem Konsens in der Gesellschaft. Merkel und die CDU haben so hohe Zustimmungswerte wie nie zuvor. Hatte Greta uns noch die Panik angesichts der „Klimaerhitzung“ gewünscht, hat doch erst das Virus eine Angst erzeugt, die die gesellschaftliche Spaltung nochmals verstärkt hat und der Regierung freie Hand lässt. „Im Ausnahmezustand“, so der Publizist Michael Esders, „können die Problemverwalter und -aussitzer Gefallen an einem Dezisionismus finden, mit dem sie sich eine neue Quelle der begründungslosen Evidenz erschließen, welche die Schwächung des hypermoralischen Narrativs mehr als kompensiert. Der Anreiz, die Ausnahme zu normalisieren, könnte unter diesen Umständen stärker sein als die Rückkehr zur Normalität.“

Damit einher geht aber schon jetzt ein ökonomischer, kultureller und gesellschaftlicher Kahlschlag, dessen fatale Folgen noch gar nicht abzuschätzen sind und der ebenfalls eine Tendenz zur Selbstzerstörung in sich trägt. Machen wir uns nichts vor: Diese Politik wird von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt, denn das Argument des Überlebens, identisch eingeführt schon beim Thema Klimawandel, lässt keinen Widerspruch zu. Wer sich hier kritisch äußert, wird – ähnlich wie bei den Themen Einwanderung oder Klima – als „Unmensch“ getadelt, der über Leichen gehen will. Die moralische Erpressung funktioniert in allen Fällen und grenzt den Kritiker ausdem Kreis der Zurechnungsfähigen aus, um nicht politisch streiten zu müssen.

Es muss die große Lösung sein

Die „großen Erzählungen“ der Klimarettung, des Antirassismus oder der Weltrettung sind alle ganz oben bei der „Menschheit“ angesiedelt. Es geht buchstäblich immer um alles, jedes Thema wird essenzialistisch und so ihre Antagonisten zu Personifikationen von Gut oder Böse. Die Realität wird konsequent ignoriert, wenngleich sie sich früher oder später durchsetzen wird. Medien und Politik investieren einen Großteil ihrer Energie darin, die Produktion von „Wahrheit“ voranzutreiben, exemplarisch der SPIEGEL mit seinem nach Relotius besonders pikantem Slogan: „Sagen, was ist.“ Konstruktionen sind aufwändiger als die Realität und haben ihren Preis. Gut möglich, dass er irgendwann zu hoch sein wird. 

Die politische Umsetzung der Notverordnungen rund um Corona zeigen bereits heute ihre selbstzerstörerischen Wirkungen: Entlassungen bei Großunternehmen, Zusammenbruch der Gastronomie und Beherbergungsdienstleistungen, Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und explodierende Sozialkosten. Niemand weiß, wie lange dieser Zustand der gesellschaftlichen Lähmung anhalten wird oder ob er nicht zum Dauerzustand werden wird, denn jedes neu auftauchende Virus könnte nach Corona sofort wieder den Modus des Lockdown reaktivieren. Wieso sollte ein Bürger hier noch in die Zukunft eines Unternehmens investieren, wenn von heute auf morgen durch Beschluss der Regierung sein Geschäft geschlossen werden kann? Der Umgang mit Corona, Migrationsfolgen, Energiewende und horrende Sozialkosten kumulieren sich zu einer Gefahr, die die Politik offenbar nicht einmal zur Kenntnis nimmt. Es wird weiter am „Wir schaffen das“ festgehalten. Der amerikanische Philosoph und Zivilisationshistoriker Will Durant hat wahrscheinlich recht, wenn er schreibt: „A great civilization is not conquered from without until it has destroyed itself within.”

Was die Themen Einwanderung, Klima und Corona verbindet, ist in Deutschland die von den politischen Eliten nachdrücklich geforderte „große Lösung“ auf der europäischen oder globalen Ebene. Nur muss Deutschland immer wieder die Erfahrung machen, dass die anderen Staaten den Vorgaben nicht folgen wollen, was ständig dazu führt, dass man zwar mit seinen Positionen alleine bleibt, sich dafür aber als moralische Instanz und Musterschüler verorten darf. Der ungarische Staatsrechtler István Bibó charakterisiert bereits beginnend im frühen 19. Jahrhundert Deutschland durch ein stetiges Abgleiten der Politik in eine Art von Traumwelt: „Lossagung der Gemeinschaft von den Realitäten, Unfähigkeit zur Lösung der vom Leben aufgegebenen Probleme, unsichere und überdimensionierte Selbsteinschätzung, sowie irreale und unverhältnismäßige Reaktion auf die Einflüsse der Außenwelt.“

Trotz der offensichtlichen Weigerung vieler europäische Staaten, den deutschen Vorgaben zu folgen, sind nationale Alleingänge hierzulande verpönt, obschon Corona eine Art Comeback der Nationalstaaten bedeutet, denn letztere haben sich in der Krise als die einzig handlungsfähigen Akteure gezeigt, was den Globalismus und die „One-World-Vertreter“ zumindest zeitweise in die Defensive gedrängt hat. Doch diese Verschiebung hin zu einem Partikularismus hat den moralischen Universalismus in Medien und Politik nicht zurückgedrängt. Der Arzt und Publizist Adorján Kovács sieht in der Selbstauflösung des deutschen Staates in einer Art europäischen Superstaat eine Lösung für die Abwertung des Eigenen, die eine rein negative Identität zur Folge hat und sich nach einer positiven Bestimmung sehnt. In einem Essay in der Zeitschrift TUMULT schreibt er: „Ein erweiterter Selbstmord als Sühneopfer für die leidende Welt, in einer irrealen Mischung aus Hybris und Demut. (…) Der größte Teil des deutschen Volkes scheint nichts dagegen zu haben, sondern feiert den Untergang oder akzeptiert ihn wenigstens. Hier zeigt sich der wahnhafte und zerstörerische Charakter der deutschen Politik.

Ein vollkommen anderes Deutschland, wie das der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, hat bereits im Untergang eine tiefe Faszination gespürt. Der deutsche Nationalmythos, jedenfalls bis 1945, war nicht zufällig die Nibelungen, das Sinnbild eines heroischen und zugleich aussichtslosen Kampfes, der in der Auslöschung endet. Hermann Göring setzte noch das vergebliche Ringen um Stalingrad in seiner Rede am Jahrestag der Machtergreifung am 30. Januar 1943 mit dem Kampf der Nibelungen gleich. Ein Untergangsmythos, von dem eine dunkle Faszination des Opfers ausgeht, die offensichtlich in der deutschen Geschichte mentale Spuren hinterlassen hat. Reaktiviert sich folglich heute eine Art kollektive Mentalität, die für die Rettung der Welt, bei Strafe des eigenen Unterganges, ein Opfer verlangt? Wir bewegen uns hier in einem unsicheren Raum der Spekulation, aber man darf in der aktuellen Situation wohl ein allgemeines Symptom erblicken, das man mit dem Begriff der Dekadenz beschreiben kann, an deren Ende der Verlust des Eigenen und der Errungenschaften vieler Jahrzehnte steht. Freuds Begriff des Todestriebes ist streng genommen eine Hypothese, die versucht, Unerklärliches verständlich und nachvollziehbar zu machen. Auch wenn der Begriff eine instinktive Abwehr erzeugt, solange keine bessere, alternative Erklärung für destruktive Prozesse vorhanden ist, sollte man sich damit beschäftigen.

Die fortschreitende Selbstzerstörung, also der Verzicht auf den Schutz und die Verteidigung der eigenen Werte, ist in sich erklärungsbedürftig. Vielleicht sind aber der Distinktionsgewinn und die eigene moralische Überhöhung – bei Abwertung des Anderen – so starke psychologische Kräfte, dass sie eine Sinnstiftung ermöglichen, die jede Wahrnehmung der Realität komplett überblendet. Eine Umkehr scheint mir erst da möglich, wo das imaginierte Opfer zugunsten höherer Werte ein tatsächliches persönliches Opfer verlangt. Noch ist der Punkt nicht erreicht an dem dieser Umschlag erfolgt. Corona könnte hier aber eine Schlüsselrolle spielen, denn hier sind die Effekte einer selbstzerstörerischen Politik schneller und härter spürbar als beim Klima- oder Migrationsthema. Ob die „Lebenstriebe“ im Sinne Freuds wieder die Oberhand gewinnen werden, bleibt aber offen.

Der Covid-Kult – Unser Weg in ein totalitäres System.

“Ein wesentliches Merkmal totalitäter Systeme ist die umfassende Übereinstimmung mit einem psychotischen offiziellen Narrativ”, sagt C.J. Hopkins. Das war im Nationalsozialismus so, im Stalinismus, und war/ist so in jedem (pseudo-)religiösen Kult. Für die betroffenen Menschen ist dass wesentlich schwerer zu erkennen als für Aussenstehende, und die totalitären Machthaber wissen das. In einigen Jahren, wenn es für uns gut ausgeht, oder in einigen Jahrzehnten, wenn es nicht gut ausgeht, werden wir wieder die klassische Erklärungen hören: “Das haben wir nicht gewusst” und “Das haben wir nicht gewollt” – TB

The Covidian Cult – C.J. Hopkins

One of the hallmarks of totalitarianism is mass conformity to a psychotic official narrative. Not a regular official narrative, like the “Cold War” or the “War on Terror” narratives. A totally delusional official narrative that has little or no connection to reality and that is contradicted by a preponderance of facts. 

Nazism and Stalinism are the classic examples, but the phenomenon is better observed in cults and other sub-cultural societal groups. Numerous examples will spring to mind: the Manson family, Jim Jones’ People’s Temple, the Church of Scientology, Heavens Gate, etc., each with its own psychotic official narrative: Helter Skelter, Christian Communism, Xenu and the Galactic Confederacy, and so on.

Looking in from the dominant culture (or back through time in the case of the Nazis), the delusional nature of these official narratives is glaringly obvious to most rational people. What many people fail to understand is that to those who fall prey to them (whether individual cult members or entire totalitarian societies) such narratives do not register as psychotic. On the contrary, they feel entirely normal. Everything in their social “reality” reifies and reaffirms the narrative, and anything that challenges or contradicts it is perceived as an existential threat.

These narratives are invariably paranoid, portraying the cult as threatened or persecuted by an evil enemy or antagonistic force which only unquestioning conformity to the cult’s ideology can save its members from. It makes little difference whether this antagonist is mainstream culture, body thetans, counter-revolutionaries, Jews, or a virus. The point is not the identity of the enemy. The point is the atmosphere of paranoia and hysteria the official narrative generates, which keeps the cult members (or the society) compliant.

In addition to being paranoid, these narratives are often internally inconsistent, illogical, and … well, just completely ridiculous. This does not weaken them, as one might suspect. Actually, it increases their power, as it forces their adherents to attempt to reconcile their inconsistency and irrationality, and in many cases utter absurdity, in order to remain in good standing with the cult. Such reconciliation is of course impossible, and causes the cult members’ minds to short circuit and abandon any semblance of critical thinking, which is precisely what the cult leader wants.

Moreover, cult leaders will often radically change these narratives for no apparent reason, forcing their cult members to abruptly forswear (and often even denounce as “heresy”) the beliefs they had previously been forced to profess, and behave as if they had never believed them, which causes their minds to further short circuit, until they eventually give up even trying to think rationally, and just mindlessly parrot whatever nonsensical gibberish the cult leader fills their heads with.

Also, the cult leader’s nonsensical gibberish is not as nonsensical as it may seem at first. Most of us, upon encountering such gibberish, assume that the cult leader is trying to communicate, and that something is very wrong with his brain. The cult leader isn’t trying to communicate. He is trying to disorient and control the listener’s mind. Listen to Charlie Manson “rapping.” Not just to what he says, but how he says it. Note how he sprinkles bits of truth into his stream of free-associated nonsense, and his repetitive use of thought-terminating clichés, described by Robert J. Lifton as follows:

“The language of the totalist environment is characterized by the thought-terminating cliché. The most far-reaching and complex of human problems are compressed into brief, highly selective, definitive-sounding phrases, easily memorized and easily expressed. They become the start and finish of any ideological analysis.” — Thought Reform and the Psychology of Totalism: : A Study of “Brainwashing” in China, 1961

If all this sounds familiar, good. Because the same techniques that most cult leaders use to control the minds of the members of their cults are used by totalitarian systems to control the minds of entire societies: Milieu Control, Loaded Language, Sacred Science, Demand for Purity, and other standard mind-control techniques. It can happen to pretty much any society, just as anyone can fall prey to a cult, given the right set of circumstances.

It is happening to most of our societies right now. An official narrative is being implemented. A totalitarian official narrative. A totally psychotic official narrative, no less delusional than that of the Nazis, or the Manson family, or any other cult.

Most people cannot see that it is happening, for the simple reason that it is happening to them. They are literally unable to recognize it. The human mind is extremely resilient and inventive when it is pushed past its limits. Ask anyone who has struggled with psychosis or has taken too much LSD. We do not recognize when we are going insane. When reality falls apart completely, the mind will create a delusional narrative, which appears just as “real” as our normal reality, because even a delusion is better than the stark raving terror of utter chaos.

This is what totalitarians and cult leaders count on, and exploit to implant their narratives in our minds, and why actual initiation rituals (as opposed to purely symbolic rituals) begin by attacking the subject’s mind with terror, pain, physical exhaustion, psychedelic drugs, or some other means of obliterating the subject’s perception of reality. Once that is achieved, and the subject’s mind starts desperately trying to construct a new narrative to make sense out of the cognitive chaos and psychological trauma it is undergoing, it is relatively easy to “guide” that process and implant whatever narrative you want, assuming you have done your homework.

And this is why so many people — people who are able to easily recognize totalitarianism in cults and foreign countries — cannot perceive the totalitarianism that is taking shape now, right in front of their faces (or, rather, right inside their minds). Nor can they perceive the delusional nature of the official “Covid-19” narrative, no more than those in Nazi Germany were able to perceive how completely delusional their official “master race” narrative was. Such people are neither ignorant nor stupid. They have been successfully initiated into a cult, which is essentially what totalitarianism is, albeit on a societal scale.

Their initiation into the Covidian Cult began in January, when the medical authorities and corporate media turned on The Fear with projections of hundreds of millions of deaths and fake photos of people dropping dead in the streets. The psychological conditioning has continued for months. The global masses have been subjected to a constant stream of propaganda, manufactured hysteria, wild speculation, conflicting directives, exaggerations, lies, and tawdry theatrical effects. Lockdowns. Emergency field hospitals and morgues. The singing-dancing NHS staff. Death trucks. Overflowing ICUs. Dead Covid babies. Manipulated statistics. Goon squads. Masks. And all the rest of it.

Eight months later, here we are. The Head of the Health Emergencies Program at the WHO has basically confirmed an IFR of 0.14%, approximately the same as the seasonal flu. And here are the latest survival rate estimates from the Center for Disease Control:

  • Age 0-19 … 99.997%
  • Age 20-49 … 99.98%
  • Age 50-69 … 99.5%
  • Age 70+ … 94.6%

The “science” argument is officially over. An increasing number of doctors and medical experts are breaking ranks and explaining how the current mass hysteria over “cases” (which now includes perfectly healthy people) is essentially meaningless propaganda, for example, in this segment on ARD, one of the big mainstream German TV channels. 

And then there is the existence of Sweden, and other countries which are not playing ball with the official Covid-19 narrative, which makes a mockery of the ongoing hysteria.

I’m not going to go on debunking the narrative. The point is, the facts are all available. Not from “conspiracy theorist” websites. From mainstream outlets and medical experts. From the Center for Fucking Disease Control. 

Which does not matter in the least, not to the members of the Covidian Cult. Facts do not matter to totalitarians and cult members. What matters is loyalty to the cult or the party. 

Which means we have a serious problem, those of us to whom facts still matter, and who have been trying to use them to convince the Covidian cultists that they are wrong about the virus … for going on eight months at this point. 

While it is crucial to continue reporting the facts and sharing them with as many people as possible — which is becoming increasingly difficult due to the censorship of alternative and social media — it is important to accept what we are up against. What we are up against is not a misunderstanding or a rational argument over scientific facts. It is a fanatical ideological movement. A global totalitarian movement … the first of its kind in human history. 

It isn’t national totalitarianism, because we’re living in a global capitalist empire, which isn’t ruled by nation-states, but rather, by supranational entities and the global capitalist system itself. And thus, the cult/culture paradigm has been inverted. Instead of the cult existing as an island within the dominant culture, the cult has become the dominant culture, and those of us who have not joined the cult have become the isolated islands within it.

I wish I could be more optimistic, and maybe offer some sort of plan of action, but the only historical parallel I can think of is how Christianity “converted” the pagan world … which doesn’t really bode so well for us. While you’re sitting at home during the “second wave” lockdowns, you might want to brush up on that history.

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CJ Hopkins
October 13, 2020
Photo (original): Reuters/Athit Perawongmetha

DISCLAIMER: The preceding essay is entirely the work of our in-house satirist and self-appointed political pundit, CJ Hopkins, and does not reflect the views and opinions of the Consent Factory, Inc., its staff, or any of its agents, subsidiaries, or assigns. If, for whatever inexplicable reason, you appreciate Mr. Hopkins’ work and would like to support it, please go to his Patreon page (where you can contribute as little $1 per month), or send your contribution to his PayPal account, so that maybe he’ll stop coming around our offices trying to hit our staff up for money. Alternatively, you could purchase his satirical dystopian novel, Zone 23, or Volume I and II of his Consent Factory Essays, or any of his subversive stage plays, which won some awards in Great Britain and Australia. If you do not appreciate Mr. Hopkins’ work and would like to write him an abusive email, feel free to contact him directly.